Klixbülls neuer Kindergarten : Schmuckes Haus für die Jüngsten

Die Mädchen und Jungen zeigen ihre neuen T-Shirts den Gästen. Foto: Ulrich Jeß
Die Mädchen und Jungen zeigen ihre neuen T-Shirts den Gästen. Foto: Ulrich Jeß

Entgegen dem landesüblichen Trend platzte die Klixbüller Grundschule aus allen Nähten. Für den Kindergarten im Schulhaus reichte der Raum nicht mehr. Ein neuer Kindergarten entstand gleich nebenan - und wurde nun feierlich eingeweiht.

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03. Dezember 2008, 09:17 Uhr

Klixbüll | Große Freude und ein wenig Stolz auf das gelungene Werk brachten alle Redner bei der Einweihung des neuen Gebäudes des Klixbüller Kindergartens "Regenbogen" zum Ausdruck.

Den Auftakt der Feier bildete ein Empfang mit geladenen Gästen. Diesen stellten sich die 36 Mädchen und Jungen der "Mäuse-" und "Seepferdchen-Gruppe" unter der Leitung ihrer Kindergartenleiterin Kathrin Hansen mit einem Lied vor, das ein gesundes Selbstbewusstsein erkennen ließ: "Wir sind die Kleinen in den Gemeinden. Ohne uns geht gar nichts, ohne uns gehts schief!"
"Mäuse-Gruppe" im Pastorat
Bürgermeister Peter-Friedrich Carstensen erinnerte an den Werdegang: Erheblich erhöhter Raumbedarf der Grundschule Klixbüll, in der bislang auch eine Gruppe des 1991 gegründeten Kindergartens untergebracht war, während die zweite Gruppe, genannt die "Mäuse-Gruppe", im örtlichen Pastorat ihr Zuhause fand, hatte auf Anregung des damaligen Bürgermeisters Ernst Wilhelm Petersen im November 2007 zum Beschluss der Gemeindevertretung geführt. Unmittelbar neben dem Schulgebäude sollte das neue Haus für den Kindergarten errichtet werden.

Dieses sollte beide Gruppen aufnehmen und später auch für die Betreuung einer Hinführungsgruppe geeignet sein. Mit der Planung und Beaufsichtigung des Bauvorhabens wurde der Ladelunder Architekt Olaf Petersen beauftragt.

Schon im März wurde der Grundstein gelegt, im Mai bereits Richtfest gefeiert (wir berichteten). Die Inbetriebnahme des Neubaus erfolgte am 1. September 2008. Mit der offiziellen Einweihung wartete man bis zum 1. Advent, um dann auch die Außenanlagen in "vorzeigbarem" Zustand präsentieren zu können.
"Unsere KInder sind es uns wert."
Die Gesamtkosten für das Gebäude inklusive Inventar und Außenanlagen summierten sich zu einem Endbetrag von 350.000 Euro. "Und dabei bleibt es auch," so Bürgermeister Carstensen. "Natürlich ist der Bau - finanziell gesehen - ein ganz schöner Brocken, den zu bewältigen wir einen langen Atem und eine sparsame Hand benötigen." Dies nehme man aber gerne auf sich, "weil unsere Kinder es uns wert sind", so das Gemeindeoberhaupt.

Architekt Olaf Petersen dankte der Gemeinde Klixbüll, allen am Bau beteiligten Mitarbeitern des Amtes Südtondern und Handwerkern. Er überreichte dem Bürgermeister den symbolischen Schlüssel, den dieser an Kindergartenleiterin Kathrin Hansen weiterreichte. Schulleiterin Edeltraud Dahmani gab ihrer Freude darüber Ausdruck, dass "aus der harmonischen Wohngemeinschaft mit dem Kindergarten nunmehr gute Nachbarschaft" geworden sei. Den Dank der Elternschaft brachte stellverttretend Marc Ziriakus zum Ausdruck. Im Gepäck hatte er für alle Kinder rote T-Shirts, deren Aufdrucke die Zugehörigkeit zu der Seepferdchen- oder der Regenbogen-Gruppe dokumentiert.
"Mutige Entscheidung"
Im Namen des Kirchenvorstands stellte Robert Johannsen anerkennend fest: "Die Gemeinde Klixbüll tut etwas für unsere Kinder." Als Vorsitzender des als Mieter des neuen Gebäudes fungierenden Kindergartenwerks Südtondern wertete Christian Kohnke den Bau als "eine aus demografischer Sicht mutige Entscheidung."

Der Amtsvorsteher des Amtes Südtondern, Peter Ewaldsen, bezeichnete die Baumaßnahme als "lobenswerte Investition in die Zukunft", denn die Landesregierung hinke der Entwicklung der Gemeinde Klixbüll hinterher.

Die Einweihungsfeier wurde mit einem von Pastor Jens-Uwe Albrecht gestalteten Gottesdienst in der Klixbüller St.-Nikolaus-Kirche fortgesetzt und fand mit "Stunden der offenen Tür" ihren Abschluss.


Viel Platz
Das Raumangebot im Kindergarten kann sich sehen lassen: zwei Gruppenräume mit integrierter Küchenzeile und angegliedertem Raum für die Arbeit mit Kleingruppen, ein Therapieraum für Integrations-Maßnahmen, ein Materialraum, eine große Küche, ein von der Kindergartenleiterin und ihren Mitarbeiterinnen gemeinsam genutztes Büro, separate Sanitärbereiche und schließlich ein großer Flur.

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