zur Navigation springen
Nordfriesland Tageblatt

20. August 2017 | 12:21 Uhr

Schleusentor kommt unter Verschluss

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Der stumme, 420 Jahre alte Zeitzeuge damaliger Deichbaukunst in Neukirchen soll für 10 000 Euro gegen Wind und Wetter geschützt werden

Das Schleusentor auf dem Gelände des Deich- und Sielmuseums bleibt, wo es ist. Das beschloss die Gemeindevertretung in ihrer 12. Sitzung. Nach den jüngsten Orkanen, bei denen das Tor Schäden davontrug, klang der Gedanke an, es nach Klanxbüll zum dortigen Info-Zentrum zu verlagern. Die Gemeinde Klanxbüll hatte auch unter Bedingung einer Kostenbeteiligung der Wiedingharder Nachbargemeinden Zustimmung signalisiert. Doch jetzt entschied sich Neukirchen für einen Verbleib am Ort.

Zur Erinnerung: Das Tor wurde in den 1580er Jahren gebaut und etwa 150 Meter von seinem jetzigen Standort entfernt errichtet. Verwendet wurde aus Norwegen importiertes Holz. In der Weihnachtssturmflut 1593 wurde es zerstört und versank im Grund. 1988 wurde es bei den Erdarbeiten für die Ortsentwässerung entdeckt – und im Deich- und Sielmuseum aufgestellt. Doch mit der Zeit ergab sich die Erkenntnis, dass dem Tor die aktuellen Witterungseinflüsse zu sehr zusetzten.

„Es muss unter wetterfesten Verschluss“, erklärte Bürgermeister Peter Ewaldsen. Jetzt soll es „eingehaust“ werden – für Kosten von schätzungsweise 10 000 Euro. Eine Ausschreibung wird vorbereitet. Die Gemeindevertretung steht zu der Entscheidung, den stummen, 420 Jahre alten Zeitzeugen damaliger Deichbaukunst der Nachwelt zu erhalten.


zur Startseite

von
erstellt am 17.Sep.2014 | 09:58 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen