zur Navigation springen
Nordfriesland Tageblatt

16. Dezember 2017 | 04:20 Uhr

Schleichende Verschlechterung

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Die Gemeinde befürchtet ein voraussichtliches Minus von 90 500 Euro

von
erstellt am 11.Feb.2016 | 10:49 Uhr

Der Haushalt und ein Wachwechsel bei der Feuerwehr standen im Fokus der 22. Sitzung der Gemeindevertretung unter dem Vorsitz von Bürgermeister Peter Ewaldsen. In einem weiteren Punkt ging es darum, beim Land abzuklopfen, wie die Chancen für die Gemeinde in Sachen Windkraft stehen.

Der Gemeinde Neukirchen geht es finanziell nicht gerade bestens. Das wurde im Vortrag von Gemeindevertreter Thomas Nissen deutlich, der den Haushalt 2016 präsentierte. Wenn alles eintritt wie geplant, endet das Haushaltsjahr laut Ergebnisplan mit einem Minus von 90  500 Euro. Damit setzt sich die „schleichende Verschlechterung“ der vergangenen Jahre, gekennzeichnet von geringeren Schlüsselzuweisungen und gleichzeitig steigenden Ausgaben, fort. Einnahmen aus Realsteuern und Zuweisungen von 1,488 Millionen stehen Umlagen von 998  300 Euro gegenüber. Größte Ausgabenposten sind Schule und Kindergarten mit 553  700 Euro, gefolgt von der Straßenunterhaltung mit 82  100 und dem Bauhof mit 79  000 Euro.

Bei der Freiwilligen Feuerwehr gab es personelle Veränderungen. Der bisherige Wehrführer Jürgen Eils schied aus Altersgründen aus. Nachfolger wurde sein bisheriger Vize Thomas Jensen und dessen Stellvertreter Andreas Thomsen. Der Bürgermeister händigte die entsprechenden Urkunden aus und vereidigte die neue Spitze der Wehr.

In einer an das Land gerichteten Absichtserklärung bekundet die Gemeinde ihr Interesse an der Nutzung der Windkraft. Die Möglichkeit, Windkraftanlagen zu errichten, bestehe in zwei nicht näher bezeichneten Flächen der Gemeinde, erklärte Peter Ewaldsen.

Wie in anderen Gemeinde rührt sich auch in Neukirchen erheblicher Widerstand gegen die Pläne des Kreises, den Status der Klinik Niebüll in seinem Versorgungsumfang zu reduzieren. „Wir wollen erst einmal die Gutachten abwarten“, hieß es in der Gemeindevertretung, in der die Forderung deutlich wurde, nach der im Kreisgebiet für die Bevölkerung überall gleiche Bedingungen herrschen sollten. Der Protest der Bevölkerung wird zurzeit in 17  000 Unterschriften deutlich.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert