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Nordfriesland Tageblatt

22. Oktober 2017 | 10:28 Uhr

Schlangen als perfekte Mitbewohner

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Der Neukirchner Nils Predel hat sich für Kornnattern als Haustiere entschieden und ist mit den schuppigen Mitbewohnern sehr zufrieden

shz.de von
erstellt am 14.Mai.2014 | 11:15 Uhr

Da in seiner Mietswohnung in Flensburg nur Kleintiere erlaubt waren, hat sich Nils Predel als Haustier eine Schlange zugelegt. „Ich war ganz oft im Zoofachgeschäft und habe dort geschaut, was er für Alternativen zu Hund und Katze gibt, die bei mir in der Wohnung nicht geduldet waren“, berichtet der 27-Jährige. Die Schlangen haben bei seinen Besuchen einen besonderen Reiz auf ihn ausgeübt. Jedoch sollte es kein zu großes Tier sein, so dass sich der Versicherungsfachmann für eine Kornnatter entschied. „Die erste Schlange habe ich geschlechtslos gekauft, später kamen dann ein Bock und ein Weibchen hinzu.“

Etwa 1,40 Meter ist der Bock lang und etwa 800 bis 900 Gramm schwer, die anderen beiden Tiere sind etwas kleiner. Damit sich die Reptilien wohl fühlen, hat Nils Predel nach seinem Umzug nach Neukirchen, ein Terrarium selber gebaut. Hier verbringen die Nattern auf Rindenmulch und unter einer temperaturgesteuerten Wärmelampe ihren Alltag. Die Temperatur im Schlangenreich muss über zwanzig Grad warm sein. Damit die Tiere sich häuten können, muss zudem ein etwas feuchtes Klima herrschen.

Aufwändig ist die Schlangenhaltung jedoch nicht: „Ich füttere etwa einmal im Monat, mehr brauchen sie nicht zu fressen“, erzählt der 27-Jährige. Gefüttert werden Mäuse, die tiefgefroren gekauft und vor der Fütterung im warmen Wasserbad aufgetaut werden. Die Tiere kommen einzeln in einen speziellen Fresskäfig. Dies dient zum einen dazu, dass die Schlange nicht beim Hereingreifen ins Terrarium Futter wittert und zuschnappt und zum anderen zum Schutz der Tiere untereinander. „Wenn sich zwei Schlangen gleichzeitig in eine Maus verbeißen, dann kann es leicht passieren, dass sie nicht mehr loslassen können, da die Zähne nach innen gekippt sind und dann die eine Schlange die andere frisst“, erklärt Nils Predel. Kornnattern sind ungiftige Würgeschlangen, es ist also ungefährlich, wenn eine von ihnen doch mal in Hand beißen würde. Trotzdem hält seine Verlobte Godja lieber Abstand von den drei Nattern: „Für sie ist es kein Haustier, wenn man es nicht streicheln kann.“ Die 26-jährige Studentin kümmert sich lieber um die beiden Hauskatzen Filou und Milka und Labradorhündin Maja. Das Paar hat gemeinsam noch einige Hühner, Gänse und Enten. Auf dem 5500 Quadratmeter großen Grundstück von den Schwiegereltern, auf dem das Paar ein Haus für sich hat, ist genug Platz für Tierhaltung und zudem kein Nachbar, der sich daran stören würde. Im Gegensatz zu den vierbeinigen und gefiederten Tieren benötigen die Schlangen wenig Pflege und auch wenn ein Urlaub ansteht, braucht niemand nach den Nattern zu schauen. Vor der Abreise einmal Füttern und einen Napf mit frischem Wasser – mehr ist nicht notwendig. „Die Schlangen sind definitiv die pflegeleichtesten Tiere von uns“, sagt Nils Predel.

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