Plötzliches Parkverbot : Schilderstreit im Wendehammer

In der 30-Zone Achtern Diek stehen nun Parkverbotsschilder – zu Unrecht, sagen Anlieger.
In der 30-Zone Achtern Diek stehen nun Parkverbotsschilder – zu Unrecht, sagen Anlieger.

Gefahr durch parkende Fahrzeuge im Verzug oder nicht? In Leck sind sich Bürgermeister und Anwohner nicht einig.

shz.de von
07. Mai 2015, 08:15 Uhr

Ein Vierteljahrhundert regelte sich der Verkehr wie selbstverständlich von allein in der 30er-Zone Achtern Diek. Auch am Wendehammer kam man 25 Jahre ohne Beschilderung aus. Nun sollen dort drei Parkverbotsschilder für Recht und Ordnung sorgen.

„Es ist Gefahr im Verzuge, schließlich müssen die Rettungsfahrzeuge freie Fahrt haben“, begründete Bürgermeister Rüdiger Skule Langbehn auf der Gemeindevertretersitzung auf Nachfrage die Maßnahme.

Am Wendehammer wurden beim Ausbau der Straße vier Parkbuchten angelegt. Ein Minimum, wie die Verantwortlichen seinerzeit einräumten. Nun hatte ein Anlieger den Bürgermeister auf die „wilde Parksituation“ im Wendehammer aufmerksam gemacht, der sich daraufhin an das Ordnungsamt wendete. Die Anordnung für das Aufstellen der Schilder gab der zuständige Sachbearbeiter Fiete Andresen vom Amt Südtondern. „Das Parkverbot gilt nur für die Straße, nicht für die Parkbuchten. Das hätte mit Zusatzschildern angezeigt werden müssen“, erklärte er. Grundsätzlich, sagte Andresen weiter, sei das Parken im Wendehammer nicht verboten.

Der Blick in die Straßenverkehrsordnung (StVO) belegt allerdings, dass an engen Straßenstellen nach Paragraf 12 StVO nicht gehalten werden darf. Darum handelt es sich hier zweifelsfrei – daran hatten sich nach Erfahrung der Anlieger auch bisher alle Verkehrsteilnehmer gehalten. „Hier war keine Gefahr im Verzuge“, empörte sich daher auch der direkte Anlieger Egon Matt. „Ich habe noch nie eine Situation erlebt, in der die Straße blockiert war.“

Viele Anwohner des Achtern Diek sind irritiert, weil die Verkehrsschilder jetzt nahelegen, dass das Parkverbot auch für die Parkbuchten gelte – was aber gar nicht beabsichtigt war. Das Thema wird auf der Verkehrsschau am 8. Juni behandelt. Dabei sein werden Vertreter der Polizei, Verkehrsbehörde, des Ordnungsamtes sowie der Bürgermeister. Dann wird sich zeigen, ob die Beschilderung überhaupt stehen bleibt.  

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