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Nordfriesland Tageblatt

24. Oktober 2017 | 04:29 Uhr

Schießstand-Gebiet ist begehrt

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

An dem Ort könnten bald Süßgräser angebaut werden / Karlum plant einen grenzübergreifenden Bürgerwindpark / Neue Helme für die Feuerwehr

von
erstellt am 21.Mär.2016 | 12:23 Uhr

Ein Bürger möchte eine im Wald am Karlumer Schießstand gelegene Fläche pachten, um dort Süßgräser anzupflanzen. Das wurde auf der Gemeindevertretersitzung Karlum verkündet. Die gewünschte Fläche gehört zu je zwei Fünfteln zu den Gemeinden Karlum und Tinningstedt sowie zu einem Fünftel zur Gemeinde Lexgaard. Von Seiten der Gemeindevertretung Karlum gab es keinen Einwand. Auch der Wunsch der Ladelunder Pfadfindergruppe, sich gelegentlich am Schießstand treffen zu dürfen, ohne das Gebäude zu nutzen, wurde zustimmend zur Kenntnis genommen.

Ein Hauptthema der Sitzung war Windenergie. Bürgermeister Werner Richardsen übergab seinem Stellvertreter Arne Lorenzen den Vorsitz, da er selbst hinsichtlich der anstehenden Beratung und Beschlussfassung zum geplanten „Windpark Achtrup-Karlum-Ladelund“ als befangen gelte. Wie es hieß, wurde im südöstlichen Gebiet der Gemeinde Karlum von dem im Friedrich-Wilhelm-Lübke-Koog ansässigen Planungsbüro „ee-Nord“ eine Windpotenzialfläche ermittelt. Angrenzend an die Gemeinden Ladelund und Achtrup könne hier ein grenzübergreifender Windpark entstehen. Auf Karlumer Gebiet könnten voraussichtlich fünf oder sechs Windstromaggregate aufgestellt werden. Dafür sei es aber erforderlich, noch in diesem Jahre die Baugenehmigungen vorlegen zu können.

Da bei einem für alle Bürger offenen Windpark eine Prospekt-Erstellung erforderlich ist und dafür mehrere Monate veranschlagt werden müssten, sei geplant, dass zunächst die 22 Land-Anlieger für das erforderliche Risikokapital zeichnen und sich für dafür mit insgesamt 50 Prozent an dem Windpark beteiligen dürfen. Die Bürger könnten anschließend risikolos einsteigen und die zweite Hälfte der Anteile des neuen Windparks zeichnen.

Von der Verwirklichung des Windparks verspricht sich die Gemeindevertretung Karlum höhere Einnahmen aus der Gewerbesteuer. Es sei der ausdrückliche Wunsch der Gemeinde, die Fläche im weiteren Abwägungsprozess der Regionalplanung des Landes Schleswig-Holstein positiv zu berücksichtigen. Vorausgesetzt werde, dass der Windpark ein Bürgerwindpark werde.

In den Kreis der Gemeindevertreter zurückgekehrt, sprach Bürgermeister Richardsen eine ins Auge gefasste Anschaffung von neuen Feuerwehrhelmen an. Die zurzeit genutzten Helme müssten ausgetauscht werden, weil der Hersteller nach 15 Jahren nicht länger bei ihrer Verwendung hafte. Die Gemeindevertretung will daher 13 neue Feuerwehrhelme kaufen.

Die von Kindern des Dorfes geäußerte Bitte, auf dem Sportplatz eine Torwand aufzustellen, fand die Zustimmung der Gemeindevertretung. Voraussichtlich wird aber noch das Ende der Bauphase für die am 1. Mai einzuweihende Feuerwehr-Fahrzeughalle abgewartet.

Außerdem sind die neuen Verkehrsschilder, welche die umgefahrenen ersetzen sollen, eingetroffen. Sie sollen unverzüglich installiert werden.

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