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Rüstig im Alter: Dina Pohl feiert ihren 100. Geburtstag

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Die selbstbewusste Niebüllerin Dina Pohl feiert heute ihren 100. Geburtstag

von
erstellt am 23.Sep.2013 | 00:31 Uhr

Sie geht noch selbst zum Einkaufen, zur Bank und zu ihrer Hausärztin und danach zur Apotheke. „Der Rollator ist mein bester Freund“, sagt Dina Pohl, obwohl sie einmal mit ihm ausrutschte und sich eine Oberarmfraktur zuzog. Aber die ist verheilt. Sie verbrachte ein paar Wochen im Friesischen Wohnpark, wo man sie gleich auf Dauer dabehalten wollte. Doch nichts da. „Nein, ich will nach Hause. Ich liebe meine kleine Eigentumswohnung und kann mich noch selbst ganz gut passen“, ließ sie wissen. Heute wird Dina Pohl 100 Jahre alt – und viele Hände schütteln müssen.

Ihre Wiege stand in Boldixum auf Föhr. Als sie ein Jahr alt war, entschied sich ihr Vater, ein Landwirt und Fuhrmann, für einen Wechsel nach Deezbüll. Dort ging sie auch zur Schule. Bei Katharine Ingwersen lernte sie „richtig“ deutsch, wurde 1928 von Pastor Karl Weiland konfirmiert und war als junges Mädchen bei den Eltern der Fotografin Marie Walter und danach bei Kaufmann Matthias P. Ingwersen in Stellung.

1935 heiratete sie Willi Kabelström, der drei Jahre später tödlich verunglückte. Nach ihrer sechsjährigen Dienstzeit im Gesundheitsamt wurde Karl Pohl 1945 ihr zweiter Mann, der 1984 verstarb. Sie brachte drei Söhne zur Welt, denen sieben Enkel, zehn Urenkel und zwei Ururenkel folgten. Jüngster Spross der 23-köpfigen Nachkommenschaft ist die vier Wochen alte Emilie. Dina Pohl kennt alle Namen in ihrer großen Familie, die auf Orte in Nordfriesland, Schleswig-Holstein und München verstreut ist. Zur Geburtstagsfeier erwartet sie 30 Gäste.

Christine Pohl, geborene Clausen, verwitwete Kabelström, seit ihrer Kindheit nur Dina genannt, verkaufte ihr Haus am Heidenschaftsweg, um näher der Stadtmitte zu sein, lebt seit 1991 in ihrer Wohnung in der Hauptstraße. Mit den Familien ihrer Söhne Helmut und Ingwert ist sie über einen Hausnotruf in Kontakt. Fremde Hilfe hat sie durch eine „Zugehfrau“ fürs Putzen. Am Küchenherd steht sie noch selbst „ihren Mann“.

Im „Haus Hinte“ nimmt sie noch regelmäßig an den Sitztänzen teil. Bis sie 97 Lenze zählte, machte sie noch in der Seniorentanzgruppe der Begegnungsstätte mit. Ihre täglichen Besorgungen zu Fuß sieht sie als notwendiges Training, um in Form zu bleiben. Zuweilen beißt sie auch mal die Zähne zusammen, weil der gebrochene Arm noch zwickt. „Ich bin zwar jetzt in einem stattlichen Alter. Aber ich bin immer noch ganz schön fit“, sagte die bewundernswerte Dame, an der sich viele ihrer Altersgenossen ein Beispiel nehmen können.

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