THW Niebüll : Rückblick auf „Hammer-Einsätze“

Im September waren in Dagebüll nach einem Orkan die Helfer des THW Niebüll gefordert.
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Im September waren in Dagebüll nach einem Orkan die Helfer des THW Niebüll gefordert.

Pumpen für den Präsidenten und am Deich: Beim THW-Kameradschaftsabend trafen Erinnerungen und Ehrungen aufeinander.

Niebüll | In der Adventszeit lädt die Vereinigung der Helfer und Förderer des THW Niebüll alljährlich zum Kameradschaftsabend. Rund 120 Helfer, Angehörige, Freunde und Förderer aus dem gesamten Amtsgebiet kamen kürzlich zusammen, um das Jahr Revue passieren zu lassen. Jan Philip Lander, Zugführer im THW-Ortsverband Niebüll, berichtete über das abgelaufene Jahr. „Hammereinsätze“ gab es im Herbst binnen weniger Wochen, besonders beim Wasserabpumpen in Dagebüll und Hohn.

Im September liefen die Pumpen heiß: In Dagebüll war der Kajedeich gebrochen. Der THW Niebüll wurde alarmiert, um das vollgelaufene Becken des provisorischen Schutzdeiches leerzupumpen. Ein Orkan hatte alle Schutzmaßnahmen zunichte gemacht, der Vordeich wurde mehrfach überspült. In früheren Zeiten war dies bereits wiederholt geschehen; danach hatte man den Kajedeich geöffnet, um das Wasser ablaufen zu lassen. Diesmal nicht, weil die Experten befürchteten, dass das Wasser nicht schnell genug in der Nordsee entschwindet. Der THW Niebüll suchte Unterstützung beim THW Flensburg.

In Hohn wollte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier landen – also mussten die Staubecken neben der Landebahn leer sein. Dann musste in Leck wegen des Brückenbaus der Mühlenstrom umgeleitet werden – wieder kamen die Pumpen zum Einsatz. Stundenlage, schwere Einsätze gemeinsam mit anderen Kameraden. Neben der Pflicht gehört auch das Aufhängen der Weihnachtsbeleuchtung in Niebüll zur Tradition.

Der Ortsverband Niebüll zählt zurzeit 54 Aktive. Hinzu kommen die „Althelfer“ der Ehrenabteilung und Reservisten. Der THW- Jugendabteilung gehören gegenwärtig 16 Mitglieder im Alter zwischen 12 und 18 Jahren an. Das THW Niebüll erledigt Bergungen, die Beseitigung von Wassergefahren und das Aufstellen von Schienenfahrzeugen, die aus dem Gleis gesprungen sind. Das war 2017 zwei Mal der Fall. „Eine Aufgleisung ist normalerweise in einer halben Stunde erledigt“, sagt der THW-Ortsbeauftragte Udo Petersen Die Ausbildung der Helfer wird alljährlich fortgesetzt. „Wir treffen uns regelmäßig zum Üben und zur Jugendarbeit“, so der Ortsbeauftragte. Ein neues Fahrzeug ist seit Jahresbeginn im Einsatz.

Der THW-Ortsbeauftragte zeichnete unter großem Beifall Helfer aus – Armin Sziemeis, ehemaliger Ortsbeauftragter (50 Jahre) und Marc von Eitzen (20 Jahre im THW) sowie Jan-Ole Scholz, Jörg Hansen, Rüdiger Posner, Philipp Keitsch und Michael Behrend (10 Jahre).



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