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„Rotes Sofa“ geht auf Wettbewerbs-Kurs

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Eine aufblasbare Couch, eine Kamera, ein Mikrofon und Gesprächspartner aus Gesellschaft, Kultur oder Politik – das sind die Zutaten des „Roten Sofas“ vom Diakonischen Werk Südtondern. Platz genommen haben darauf bereits Torsten Albig, Ralf Stegner, Niebülls Bürgermeister Wilfried Bockholt sowie dessen Lecker Amtskollege Andreas Deidert. Dieses Projekt soll jetzt einer größeren Öffentlichkeit bekannt gemacht werden – daher nimmt das „Rote Sofa“ am bundesweiten Wettbewerb „Rauskommen!“ teil. Ausgezeichnet werden beispielhafte kulturpädagogische Praxis – „etwas, wofür das vom Diakonischen Werk entwickelte Gesprächskonzept steht. Junge Flüchtlinge, überwiegend aus Afghanistan, vor knapp zwei Jahren nach Deutschland gekommen, können durch das „Rote Sofa“ kreativ und eigeninitiativ wirken“, sagt Marco Nehmer, Pressesprecher des DW Südtondern.

Das Konzept sieht vor, dass e Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren sich ihre Gesprächspartner selbst aussuchen. Es geht darum, Fragen zu stellen. Was kann ich, was noch nicht? Wer kann mir dabei helfen, meine Fragen zu klären? Gesprächspartner können sowohl Vertreter staatlicher Institutionen als auch Privatpersonen sein. Das große Ziel: Impulse für Integration und Teilhabe. „Ich empfehle ganz dringend, zunächst einen Schulabschluss zu machen“ – diesen Rat gab etwa Ex-Ministerpräsident Albig. Die Bürgermeister Bockholt und Deidert gaben Einblicke in die Kommunalpolitik.

Die Jugendlichen haben bereits mehrere Stunden Videomaterial zusammengetragen. Im Zuge des Wettbewerbs ist nun ein erster, der Öffentlichkeit zugänglicher Videoclip entstanden (abrufbar über die Homepage dw-suedtondern.de). „Die Hoffnung, in einer anfänglich fremden Gesellschaft Fuß zu fassen, rückt für die jungen Menschen durch Schritte wie diese näher“, sagt Marco Nehmer.

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erstellt am 26.Jun.2017 | 12:55 Uhr

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