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Nordfriesland Tageblatt

21. Oktober 2017 | 03:33 Uhr

Spende : Rockfete sichert Aileens Schulerfolg

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Niebüller Unternehmer finanzieren mit Spenden aus Veranstaltung Spezialmikrofone / Berichterstattung löste Welle der Hilfsbereitschaft aus

shz.de von
erstellt am 14.Nov.2015 | 05:00 Uhr

Große Erleichterung bei Familie Sürth: Für Tochter Aileen, die seit ihrer Geburt unter einer beidseitigen Innenohrschwerhörigkeit leidet, wird sich der Schulalltag künftig grundlegend verbessern. Drei Niebüller Unternehmer halfen jetzt bei der Anschaffung spezieller Schul-Mikrofone.

Noch Anfang des Jahres sah es so aus, als würde die Schulkarriere der Gymnasiastin an den Kosten für die rund 4200 Euro teure Technik scheitern. Damit die Sechstklässlerin dem Unterricht in der Friedrich-Paulsen-Schule akustisch folgen kann, hatten Aileens Eltern zu Jahresbeginn die Kostenübernahme für sieben Mikrofone beantragt. Doch die AOK Rheinland/Hamburg lehnte den Antrag auch nach einem Widerspruch ab (wir berichteten). Die Begründung damals: Die bereits bewilligten Hörgeräte für Aileen seien ausreichend. Ursprünglich wollten Michael und Monika Sürth diese Entscheidung gerichtlich anfechten und vor dem Sozialgericht Schleswig klagen. Der Gang vor den Kadi ist jetzt aufgrund der großen Hilfsbereitschaft dreier Niebüller nicht mehr nötig.

Holger Wüstenberg, Uwe Mussack und Sven Stümer sorgten mit einer großzügigen Geldspende dafür, dass Inklusion für die elfjährige Aileen nicht an den Kosten für sieben Schülermikrofone scheitert. Regelmäßig veranstalten die Freunde ihre gemeinnützige „Rockfete“, die mittlerweile einen legendären Ruf genießt. „Das Konzept ist einfach“, sagt Unternehmer Uwe Mussack, „wir laden etwa 400 Leute ein, die bei uns einen tollen Abend geboten bekommen. Der gezahlte Eintritt kommt danach als Spende Kinderprojekten zugute“. Gewinn machen die Männer dabei nicht – alle anfallenden Kosten der Feier in den Räumen der ehemaligen Diskothek Domino werden von ihnen selber getragen. So unterstützten die Niebüller seit 2001 unter anderem die Niko-Nissen-Stiftung, notleidende Kinder aus Sarajewo und Tschernobyl, den Aufbau eines Kinderheims in Indien und nun auch Aileen Sürth. „Uns ist wichtig, dass das Geld zu 100 Prozent ankommt“, sagt Holger Wüstenberg. Als sie von der misslichen Lage der Sechstklässlerin gelesen hätten, sei schnell kar gewesen, dass man helfen wolle. „Wir sind selber Väter und wollen auch Kindern vor Ort helfen“, so Sven Stümer.

Auch im Niebüller HGV und in der Kommunalpolitik war der Fall in den vergangenen Monaten schon Thema gewesen. Die Dankbarkeit bei Familie Sürth ist entsprechend groß: „So viel Hilfsbereitschaft hatten wir nicht erwartet. Aileen ist glücklich und wir sagen Danke!“ 

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