Risum freut sich über viele Neubürger

Turbulenter Neujahrsempfang in der Friesenhalle: 400 Risum-Lindholmer sahen eine schwungvolle Bodenkür auf dem AirTrack.
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Turbulenter Neujahrsempfang in der Friesenhalle: 400 Risum-Lindholmer sahen eine schwungvolle Bodenkür auf dem AirTrack.

Während des Neujahrsempfanges der Gemeinde Risum-Lindholm in der Friesenhalle zog der Bürgermeister eine positive Bilanz

shz.de von
04. Januar 2015, 16:13 Uhr

„Was das Leben bei uns, das Wohnen und die Infrastruktur angeht, sind wir eine Gemeinde, die alles hat. Und weil mit 70 neuen Einwohnern so viele Neubürger zu uns gezogen sind wie sonst in keiner anderen Nachbargemeinde, sind wir, meine ich, auch eine attraktive Gemeinde.“ Diese Worte stellte Bürgermeister Hauke Christiansen an den Beginn seiner Rede vor 400 Einwohnern, die zum zwölften Neujahrsempfang in die Friesenhalle gekommen waren.

Pastor Tim Ströver machte den Auftakt mit einer Andacht. Die Frisia-Turnriege von Sven Koplin bot eine Show auf dem AirTrack. Die Einnahmen aus dem Verkauf einer Erbsensuppe wird die Gemeinde einem guten Zweck zur Verfügung stellen. Doch bevor es sich die Risum-Lindholmer schmecken ließen, hörten sie, was der Bürgermeister zu berichten hatte. Und in der Gemeinschaft zwischen dem Nachbardorf Leck und der Stadt Niebüll hat sich 2014 in der Tat eine Menge getan. „Die uns vorgegebenen Rahmenbedingungen haben wir erfüllt. Aber das Leben im Dorf haben wir selbst gestaltet“, stellte Christiansen fest. „Und daran haben viele Kräfte aus der Gemeinde mitgewirkt.“ Was der Gemeinde an Lasten wie etwa den hohen Umlagen aufgebürdet wurde, sei ohne Weiteres verkraftet worden. Es sei darüber hinaus auch bei den (niedrigen) Kindergartenbeiträgen geblieben und den Zuschüssen an örtliche Einrichtungen und Vereine.

Der Bürgermeister teilte seine Freude mit der Kirchengemeinde über den Dienstantritt von Pastorin Katja Pettenpaul und das Ende der Renovierungsarbeiten an den beiden örtlichen Gotteshäusern. Baulich sei das neue Wohngebiet Bende-Bendsen-Wäi jetzt erschlossen. Im Baugebiet Meelenwäi seien mittlerweile alle Grundstücke vergeben. Für das Dorf gelte eine neue Baugestaltungssatzung. Der SV Frisia 03 habe endlich einen Parkplatz am Niko-Nissen-Stadion. Auch der 2014 in Angriff genommene Wegebau sei abgehakt. Und im Nordosten der Gemeinde freuen sich 900 Kohldammer Kommanditisten, dass sich ihre neuen Windmühlen drehen und am Netz sind. Am Osterdeich entsteht ein neuer Windpark. Vier kleine Windräder sollen „repowered“ werden. Und die Erschließung von Windenergie nähert sich dem Ende. „Ohne jeden Ärger verfügen wir in der Gemeinde jetzt über vier Windparks.“ Diese Parks schaffen Wirtschaftskraft und bringen Gewerbesteuer ein, fügte er hinzu. Dazu komme, dass eine Reihe örtlicher Einrichtungen mit Wärme aus Biogasanlagen versorgt wird. All das sei nicht zuletzt mutigem Engagement und Unternehmergeist zu verdanken. Stellvertretend für die aktuelle Generation örtlicher Unternehmer lobte er Geschäftsführer Theo Steensen.

Für 2015 ist die Erschließung des Risumer Baugebiets Brede geplant. Im Baugebiet Meelenwäi stehen der Bau eines kirchlichen Gemeindehauses und die Enderschließung bevor. Außerdem soll ein neues Feuerwehrfahrzeug angeschafft und der Bauhof besser ausgestattet werden. Die Schule in Risum zählt 80, die Alwin-Lensch-Schule Lindholm 100 Kinder aus dem Dorf und den Nachbargemeinden Dagebüll und Stedesand. 300 Schüler aus Risum-Lindholm besuchen weiterführende Schulen in Niebüll. Für Schulen und Kindergärten stehen im Haushalt der Gemeinde 1,25 Millionen Euro zur Verfügung. In der Hausmeisterei der Nis-Albrecht-Johannsen-Schule hat Ralf Hildebrandt die Nachfolge von Peter Hamann angetreten.

Abschließend dankte Hauke Christiansen örtlichen Institutionen für ihre Arbeit, die eigene Gemeindevertretung mit ihrem geordneten Etat inbegriffen. Er dankte über 100 ehrenamtlichen Einsatzkräften der beiden Feuerwehren und mit Peter Petersen und Hannes Namanny posthum zwei verdienten Bürgern.

Das Gemeindeoberhaupt hob aber auch den Zeigefinger. Dieser galt Hundebesitzern, die ihre Vierbeiner nicht an die Leine nehmen und Fiffi, Bello & Co gestatten, überall im Dorf Tretminen zu setzen.

Zum Abschluss wünschte Bürgermeister Hauke Christiansen seinen Risum-Lindholmern ein gutes und erfolgreiches Jahr 2015.  


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