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Nordfriesland Tageblatt

12. Dezember 2017 | 08:03 Uhr

Ringe stechen und Kanister schleppen

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

24 Teilnehmer zeigten beim Aufsitzrasenmähertrecker-Ringreiten, was man mit den wendigen Fahrzeugen noch so alles leisten kann

von
erstellt am 14.Sep.2014 | 13:47 Uhr

Der Ringreiterverein Humptrup veranstaltete auf dem Sportplatz seiner Heimatgemeinde ein Ringstechen, bei dem nicht auf Pferden geritten, sondern auf „Aufsitzrasenmähertreckern“ gefahren wurde. Auf ihren blankgeputzten Vehikeln versammelten sich gegen 11 Uhr bei strahlendem Sonnenschein 24 Fahrerinnen und Fahrer, je zur Hälfte Erwachsene und Nachwuchs, auf dem Wettkampfplatz, wo sie vom Vereinsvorsitzenden Egon Labatzki begrüßt wurden. Bevor Reitchef „Otti“ sie auf die vorbereiteten Galgen verteilte, unternahmen alle „berittenen“ Ringstecher auf ihren Rasenmähertreckern zunächst einmal einen farbenprächtigen Umzug durch das Dorfgebiet. Anschließend stärkten sie sich bei einem Mittagessen, um genügend Kraft zu sammeln, möglichst viele Ringe auf ihre Lanzen zu spießen.

Die Erwachsenen hatten sodann pro Durchgang jeweils einen, die Kinder und Jugendlichen zwei Galgen zu passieren. Für Letztere verdoppelte sich dadurch die Zahl ihrer im Idealfall zu stechenden Ringe. An den Galgen betätigten sich ehrenamtliche Schreiber und Ringesammler und achteten zugleich darauf, dass die festgelegte Reihenfolge der Ringstecher korrekt eingehalten wurde.


Tückische Aufgaben


Nach zwanzig Durchgängen wurde eine lange Kaffeepause eingelegt und diese für ein Geschicklichkeitsfahren für freiwillige Teilnehmer genutzt. Diese hatten zunächst einen Slalom-Kegelparcours möglichst schnell zu durchfahren, anschließend mit verbundenen Augen einen an einer Leine befestigten und über eine Umlenkrolle gesteuerten Wasserkanister möglichst weit anzuheben, ohne Wasser zu verschütten. Schließlich galt es, einen weiteren Wasserkanister über eine kurze Strecke per Rasenmähertrecker über den Rasen zu ziehen, wobei auf dem Boden befindliche Hindernisse häufig dafür sorgten, dass Wasser auslief. Alle bis ans Ziel transportierten Wassermengen wurden gemessen und notiert. Anschließend absolvierten die Ringstecher ihre letzten zehn Durchgänge.


Das sind die Gewinner


Nach Auswertung der Wettkampfprotokolle verkündete die stellvertretende Vereinsvorsitzende, Angela Golde, alle Sieger und Platzierten und begann dabei mit der Bekanntgabe der Gewinner des Geschicklichkeitsfahrens, bei dessen Punktwertung man keinen Unterschied gemacht hatte, ob Kinder, Jugendliche oder Erwachsene am Steuer gesessen hatten.

Am erfolgreichsten hatte hierbei Tom Jänisch abgeschnitten, gefolgt von Wenke Predel und Justin Skorloff. Beim Ringstechen hatte in der Kindergruppe (0 bis 11 Jahre) Bjane Lorenzen mit 51 von 60 möglichen Treffern gesiegt, während Tim Bienemann (47) und Levke Bahnsen (40) die nächstbesten Tabellenplätze belegten. Auf Seiten der Jugendlichen (12 bis16 Jahre) hatte Justin Skorloff mit 44 gestochenen Ringen vor Tom Jänisch und Fabian Jacobsen (beide 39) die Nase vorn behalten. Tom und Fabian hatten ein Umstechen durchführen müssen, bei dem Tom die besseren Nerven bewiesen hatte.

Als dem Sieger der Erwachsenen, der 26 von 30 möglichen Ringen gestochen hatte, wurde Jürgen Schreck – zur Gaudi des Publikums – ein grüner Kranz aufs Haupt gelegt. Die nachfolgende Plätze hatten sich Oke Lorenzen (24 Treffer) und Jörg Paulsen (23) erkämpft.

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