zur Navigation springen
Nordfriesland Tageblatt

19. Oktober 2017 | 20:46 Uhr

Reggae-Party : Riesenbeifall für "Papa Boye"

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

„Papa Boye and the Relatives“ haben ihrem Publikum im Klanxbüller Charlottenhof ordentlich eingeheizt.

shz.de von
erstellt am 15.Aug.2014 | 06:45 Uhr

Volle Hütte im Charlottenhof: Es war Reggae angesagt. Eine Garantie für alle Tanzwütigen aus Südtondern, angereist waren überwiegend Frauen aus Niebüll, Leck, Neukirchen und Sylt. Sie hatten zum Teil auch ihre Begleitung dabei, doch die Männer hielten sich zumeist vornehm zurück. Erstmalig waren „Papa Boye and the Relatives“ am Start, eine bunt gekleidete Truppe mit einem charmanten Sänger mit weißen Schuhen und Strohhut; eben besagter Papa Boye.

Dieser blitzte die Frauen in der ersten Tanzreihe unentwegt an, was überwiegend goutiert wurde. Doch zunächst musste auf der Bühne gearbeitet werden. Absolut tanzbar das Ergebnis der Mühen: Da alle Mitglieder der Kieler Band, die schon mit Bob Marley spielte, aus Ghana stammen, haben sie die Rhythmen mit der Muttermilch eingesogen und gekonnt Reggae mit Calypso, Afro-Beat, Pop und R&B zusammengemixt. Mit „Another saturday night“ von dem legendären Sam Cooke ging es erstmals richtig ab. „Ain’t got nobody“ als Text stimmte diesmal nicht, denn jeder hatte jeden, zumindest auf der prall gefüllten Tanzfläche.

Da tanzte die aufgedrehte, sonnenverwöhnte Sozialpädagogin, daneben ganz versonnen der Rastamann mit seinen knielangen Drehlocken oder der zwirbelnde Pole Heinrich, eher ruhig gaben sich die friesischblonden und stets huldvoll der Band zugeneigten Tochter und Mutter, die immer dabei sind sowie eine Delegation von den Moorhäusern. Die tätowierte Büroangestellte diente als ruhender Pol, während schon rund um die Tische heftig gekreiselt wurde. Dunja vom Narzissenhof tanzte wild und sehr gekonnt, als käme sie aus Jamaika, während die Verrenkungen einzelner Herren mehr nach Sportunterricht aussahen.

Und die wahrhaft schön kostümierten Musik-Männer sorgten mit Talking Drums, Percussion, Keyboards und den Gitarren für wachsende Begeisterung. „Do you feel alright?“ wurde aus allen Kehlen mit „Yeah“ beantwortet, doch da kam schon die Pause. Die dauerte fast ein wenig zu lang, doch mit „No woman no cry“ wurden nun die Klassiker zelebriert. Sehr gelungen „Coconut woman“ oder „I Shot The Sheriff“, aber auch die Interpretationen von „Stand by me“ oder „Wild world“ animierten zum Weitertanzen und Mitsingen. Mit einem spontanen Birthdaysong für Cythia, die in Keitum arbeitet und einem nicht endenwollenden „Oijoijoijoi“ ging es dem Ende entgegen. Mit John Lennons „Imagine“ fand sich der passende Titel für den „Rausschmiss“. Riesenbeifall, strahlende Gesichter, gelungene Party.


zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert