Schnelligkeit soll Leben retten : Rettungspunkte für das Niebüller Stadtgebiet

Im Legerader Wald wurde ein Notfall verspätet erreicht. Nun könnten Schilder über den Standort beim Notruf weiterhelfen. 

Im Legerader Wald wurde ein Notfall verspätet erreicht. Nun könnten Schilder über den Standort beim Notruf weiterhelfen.

 

Was tun im Notfall?Die Freiwillige Feuerwehr Niebüll-Deezbüll möchte Sicherheit für die Bürger weiter verbessern.

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12. Mai 2019, 12:54 Uhr

Die Freiwillige Feuerwehr Niebüll-Deezbüll macht sich ständig Gedanken um die Sicherheit der Bürger. Ein Vorfall im Legerader Wald machte die Fachleute darauf aufmerksam, dass nicht jeder sein Umfeld kennt. Mit anderen Worten: Kommt es zum Notfall, ist eine genaue Ortsangabe unabdingbar.

Daher gibt es seit den 90er Jahren das so genannte Rettungspunkte-System. Rettungspunkte sind definierte Orte, die mithilfe von genauer Angaben Treffpunkte beschreiben. Rettungspunkte mindern kein Unfallrisiko, sondern dienen vor allem ortsunkundigen Personen der besseren Orientierung und Beschreibung des Standortes.

Felix Pfeiffer, stellvertretender Ortwehrführer, stellte das System im Feuerwehrausschuss vor. Auf den Schildern der Notfallpunkte stehen nicht wie in anderen Bundesländern die Koordinaten, sondern eine Kennung mit fortlaufender Nummer.

Bestmögliche Anfahrt für die Rettungsfahrzeuge

„Diese Liste soll, sofern das Projekt umgesetzt wird, sowohl den Rettungskräften, als auch der Leitstelle vorliegen“, erklärt Felix Pfeiffer. In dieser Liste sind dann jeweils die Koordinaten und die bestmögliche Anfahrt für die Rettungsfahrzeuge hinterlegt.

„Die Übermittlung der Koordinaten im Notfall wäre zu kompliziert und zu fehlerbehaftet“, so der Feuerwehrmann. „Die Ausweisung ist nicht virtuell, sondern aktuell nur mit Schildern geplant.“ Das Rettungspunkte-System ist vielerorts schon vorhanden: Auf Sylt sind beispielsweise bestimmte Strandabschnitte gekennzeichnet.

Im Falle eines Unfalls können die dortigen Treffpunkte bei der Kommunikation des Verunfallten bzw. eines Helfers mit dem Rettungsdienst genutzt werden, um das Auffinden des Unfallortes zu erleichtern. Rettungspunkt-Schilder sind in Deutschland nicht genormt und sind in jedem Bundesland, teilweise auch regional, sehr unterschiedlich gestaltet

Verschiedene Symbole, Layouts, Größen, Farben

 Es werden verschiedene Symbole, Layouts, Größen, Farben und Informationstexte verwendet. In Dänemark hat man das System 2012 eingeführt. Felix Pfeiffer benannte eine Liste mit 47 Rettungspunkten in Niebüll. Darunter sind der Legerader Wald, die Wehle, der Marschenpark oder Malmesbury Park – Orte, die nicht jeder gleich perfekt beschreiben kann.

Schnelligkeit kann Menschenleben retten – daher könnte diese Imvestition in Höhe von ca. 25 Euro/Schild sehr sinnvoll sein. Die Schilder für die Notfallpunkte im Niebüller Einsatzbereich wird rot umrandet sein (Weißer Hintergrund mit schwarzer Schrift – Größe ca. DIN A4 quer). Der Feuerschutzausschuss hat positiv darüber abgestimmt, so dass die Entscheidung jetzt beim Haupt- und Finanzausschuss der Stadt liegt.

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