Rettender Engel Förderverein

Der Vorstand des Fördervereins mit Werner Laabs, Karl-Heinz Schmidt, Stephanie Fischer und Kurt-Heinz Jappsen.
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Der Vorstand des Fördervereins mit Werner Laabs, Karl-Heinz Schmidt, Stephanie Fischer und Kurt-Heinz Jappsen.

Das Klinikum Nordfriesland investiert nur noch in das Notwendigste / Der Förderverein Kreiskrankenhaus springt ein, wo Hilfe benötigt wird

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02. Juli 2015, 12:59 Uhr

Das Klinikum Niebüll befand sich im vergangenen Jahr zwar in rauer See, war aber mit 6000 vollstationären Patienten insgesamt sehr erfolgreich. Das erklärte Verwaltungschef Christian Volquardsen auf der Mitgliederversammlung des Fördervereins Kreiskrankenhaus Niebüll. Von zwei Personalien war die Chirurgie besonders betroffen. Dr. Messerschmidt ging im September 2014, sein Nachfolger Dr. Schröder Ende April – ohne dass die Chirurgie am Boden lag, fügte Volquardsen hinzu, wenngleich einige Operationen Einschränkungen unterlagen. Seit April seien 400 Operationen durchgeführt worden.

Zur wirtschaftlichen Gesamtlage des Klinikums NF berichtete Christian Volquardsen, dass am Standort Husum für Investitionen Kredite benötigt würden. Durch das DRG-System (ein pauschaliertes Abrechnungssystem „diagnosis-related group“) sieht sich das Klinikum benachteiligt. Besonders treffe es kleinere Häuser in einem ländlichen Bereich. Daher habe es auch Gespräche über Handlungsalternativen mit der Diako Flensburg gegeben. Die gesamtwirtschaftliche Situation habe zur Folge, dass in allen vier Häusern nur das Notwendigste investiert wird. „Dass am Standort Niebüll ein Bewegungsbad komplett erneuert wird, verdanken wir ganz alleine dem Förderverein.“

Das Bewegungsbad indes nimmt Formen an und dürfte im Herbst in Betrieb genommen werden, berichtete Vorsitzender Karl-Heinz Schmidt, der sich nach ein einer Krankheit auf dem Wege der Besserung befindet und von der Versammlung in seinem Amt bestätigt wurde. Sein Vize Kurt-Heinz Jappsen sprach dem Technikchef des Klinikums Ralf Wauer für seinen Einsatz für das Bewegungsbad den besonderen Dank aus. Nach neuestem Stand fehlen zur Finanzierung des 300  000 Euro teuren Bades noch etwa 50  000 Euro, erklärte Jappsen.

Schatzmeister Werner Laabs erstattete den Kassenbericht für 2014. Danach zahlten die 546 Mitglieder Beiträge von 19  700 Euro. An Spenden gingen 75  500 Euro ein. Unterm Strich belief sich der Jahresendbestand des Vereins auf 132  000 Euro, von denen 120  000 Euro für die Finanzierung des Bewegungsbades gebunden sind.

Oberarzt Winfried Heyden, Facharzt für Chirurgie, referierte über die Behandlung von Patienten mit Fußproblemen – insbesondere über „Vorfußdeformitäten“. Als häufigstes Problem schilderte er den Halux Valgus. Nach ausführlicher Diagnostik wird zunächst versucht, dem Übel mit konservativen Methoden beizukommen. „Helfen sie nicht, ist die hohe Kompetenz des Operateurs gefordert.“ Wie eine OP im Detail verläuft und was danach an Nachbehandlung folgt, waren Kern weiterer Ausführungen, in denen auch weitere Problem-Varianten angesprochen wurden.

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