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Nordfriesland Tageblatt

19. Oktober 2017 | 12:06 Uhr

RetroTon: Sangesstark und nostalgisch

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Unter der Leitung von Mirko March schickte die Gruppe ihr Publikum im ausverkauften Leck-Huus auf eine musikalische Zeitreise

von
erstellt am 09.Dez.2013 | 00:35 Uhr

Das Leck-Huus platzte am Freitagabend aus allen Nähten, alle wollten „RetroTon“ hören. Der Name ist Programm, die Musik ist absolut Retro, Nostalgie pur, die herrliche Musik der Zwanziger-Jahre und Dreißiger-Jahre. Die gute, alte Zeit war plötzlich wieder präsent. Die sangesstarke Formation überzeugte von Beginn an, es blitzte ein Feuerwerk an Hits, Schlagern, Melodien, Liedern und Chansons aus Operette, Musical und Film der besten Komponisten und Texter aus dieser künstlerisch genialen Zeit.

Wohl jeder kennt sie, die wunderbaren Lieder der längst vergangenen Zeiten, kann sie mitsummen – welch’ ein Genuss, die Songs musikalisch wiedergeboren und aufgefrischt durch die blendende RetroTon-Truppe dargeboten zu bekommen. Die Show war perfekt, erinnerte sehr an die Revue-Filme „Bel Ami“, „Frauen sind keine Engel“ oder „Die Drei von der Tankstelle“ mit Lilian Harvey, Heinz Rühmann und Willi Fritsch. Kleine Einlagen, perfekter Wechselgesang, gute Laune mit viel Pfiff: Die Sängerinnen und Sänger zeigten, wie man „dem Affen Zucker gibt“.

„Wochenend und Sonnenschein“, damit fing der Abend an, damit hörte er auch auf. Dazwischen gab es Schlag auf Schlag Unterhaltung der Sonderklasse mit Klassikern wie „Kleiner grüner Kaktus“ oder „Kriminaltango“ – alles unschlagbare Melodien.

Der musikalischer Leiter und Pianist Mirko March hatte die Stücke ideal arrangiert, gesanglich wurde alles super bewältigt. Kompliment an die Sängerinnen und Sänger Margit Linde und Anke Hansen (Sopran), Silke Albrecht, Frauke Pfeiffer und Sylvia Klosinsky (Alt), Egbert Möller (Tenor), Ingwer Langholz (Bass) und Klaus Peter Thies (Bariton). Letzterer führte ausgesprochen unterhaltsam durch den Abend, glänzte mit lakonischen Berliner Chansons à la Claire Waldoff. Silke Albrecht sorgte für Gänsehaut mit „Kann denn Liebe Sünde sein“, während Sylvia Klosinsky sich als echte „Rampensau“ zeigte. „Nur nicht aus Liebe weinen!“ Ihr zur Seite blühte der Tenor Egbert Möller mehr und mehr auf, zeigte seine schauspielerischen Fähigkeiten. Herrlich sein Lied über den Fidschi-Insel-Traum: Ich lass mir meinen Körper braun bepinseln. Margit Winde wollte dann natürlich im Duett „Jede Nacht von ihm träumen!“

Das Thema Liebe zog sich durch den Abend; Männer und Frauen immer wieder magnetisch voneinander angezogen: Da wollte man im Wechselgesang „dein Badewasser saufen“ oder „mit dem Süßen segeln gehen“. Kleine Frechheiten wie „Du bist als Kind zu heiß gebadet worden“ erschütterten das Zwerchfell, schön schnulzig ging es in die „Konditorei“ mit Anke Hansen im Mittelpunkt. Bühnenfee Mona verdiente sich ein Sonderlob: Sie gestaltete pfiffig die Mini-Kulisse mit kleinen, passenden Accessoires vorn am Bühnenrand. Die Zeit verging viel zu schnell, Zugaben und eine opernreife Schau zum Schluss: Es war eine rauschende Ballnacht! Ein Dank geht an die ehrenamtlichen Leute vom Leck-Huus, die für die weihnachtliche Atmosphäre verantwortlich zeichneten.

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