Leck : Rendezvous mit der Natur

Reisten extra aus Hamburg an, um in Leck mitzuwandern: Karin und Dieter Braatz an den Fischteichen.
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Reisten extra aus Hamburg an, um in Leck mitzuwandern: Karin und Dieter Braatz an den Fischteichen.

Am Wochenende nahmen 410 Teilnehmer die Einladung der Wanderfreunde Leck an und streiften durch den Langenberger Forst

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19. August 2018, 17:35 Uhr

Tief durchatmen, sich bewegen in frischer Luft, die Natur genießen: Die Wanderfreunde Leck hatten zur 106. Internationalen Wanderung eingeladen und fanden Gehör. Am Sonnabend und Sonntag streiften 410 Wandersleute durch den Langenberger Forst.

Zweieinhalb Stunden brauchten Karin und Dieter Braatz für ihre Autofahrt von Hamburg nach Leck. Das nahmen sie gerne auf sich, um 15 Kilometer durch den Wald zu marschieren. „Wir kommen seit mindestens 35 Jahren hierher. Immer wenn Wandern ist, sind wir dabei“, erklärten die rüstigen Endsiebziger.

Zu den Stammgästen zählten ebenso Ilse und Uwe Meyer aus Gremmerup. „Wir wandern für unsere Gesundheit. Wir wollen mobil bleiben“, sagte das Seniorenpaar bei der Pause an den Fischteichen. Ihr Blick glitt immer wieder zur Wasserfläche: „Es fehlt nur noch der Schwan ...“ Die Strecke sei wunderbar, schwärmten die Meyers aus Nordangeln. Alle anderen Teilnehmer lobten gleichfalls die gute Streckenführung: „Kein Asphaltlaufen, keine Ampeln, nur Waldwege – das ist einmalig in Schleswig-Holstein!“

Diese Aussagen taten dem Vorsitzenden der Wanderfreunde, Roman Reinhardt, gut: „Wir versuchen, immer wieder neue Strecken auszutüfteln“. Fast wie seine Westentasche kennt er den Langenberg. Dieses Mal standen nicht die großen Schotterwege auf dem Plan, sondern vorwiegend verschlungene Pfade kreuz und quer durch den Forst.

Die Teilnehmer kamen zum großen Teil aus dem nördlichen Schleswig-Holstein, Freunde aus Dänemark reisten an und auch Urlauber nutzten das Rendezvous mit der Natur. Als älteste Wanderin ging eine 90-Jährige aus Leck auf die Walz. Die mitgliedsstärksten Gruppen stellten Joldelund mit 58 Wanderern, Lindewitt mit 57, Tarp und Sonderburg mit je elf Leuten.

60 emsige Helfer waren wieder nötig für eine perfekte Organisation und Betreuung. „Wir brauchen nicht lange bitten und betteln. Auf die Helfercrew ist stets Verlass“, freute sich Roman Reinhardt. Neben der liebevollen Ausschmückung des Startlokals, dem Schriftkram, der Ausarbeitung der fünf-, zehn- und 15 Kilometer langen Strecken nahm die Bewirtung breiten Raum ein. Erfrischungen gab es an den drei Kontrollstellen wie auch im Klintumer Sportheim. Es wurde gegrillt, zudem wurden unermüdlich Brote geschmiert und leckere selbstgebackene Torten verspeist.

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