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Theodor-Schäfer-Berufsbildungswerk : "Reinschnuppern" erlaubt

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Großer Besucher-Tag im Theodor-Schäfer-Berufsbildungswerk mit Informationen zu Ausbildungsmöglichkeiten und zur Rehabilitation.

shz.de von
erstellt am 27.Mai.2013 | 08:07 Uhr

Husum | Der Tag der offenen Tür im Theodor-Schäfer-Berufsbildungswerk (TSBW) in Husum ist ein fester und beliebter Termin sowohl bei Lehrlingen, als auch bei Ausbildern und Mitarbeitern der Einrichtung, die sich in jedem Jahr viel Mühe mit der Ausrichtung geben. Am vergangenen Sonnabend war es wieder soweit.

Viele Ehemalige waren neben Angehörigen und anderen Neugierigen gekommen, um sich über die weitere Entwicklung des Hauses in den Bereichen Ausbildung (in 60 Berufen), Rehabilitation und Arbeitsmarkt für Menschen mit einer Körper- oder Lernbehinderung, einer psychischen Beeinträchtigung, einer chronischen Gesundheitsstörung oder einer Hörschädigung zu informieren.

"Meine Zeit vor über 15 Jahren im TSBW hat mein Leben entscheidend geprägt und verändert", berichtete Hannelore Zolscher aus Bielefeld, die ihre Familie mitgebracht hatte. Auch zahlreiche weitere Besucher waren nicht durch das schlechte Wetter abgeschreckt worden. Ob im Internat, in Gärtnerei und Tischlerei, oder der Lackiererei - überall standen die Türen offen zum "Reinschnuppern". Viele Eltern nutzten dieses Angebot, um sich über den Verbleib ihrer Sprösslinge zu informieren. Auch einen Einblick in das neu eingerichtete Service-Callcenter war ausnahmsweise möglich. 100 sozialversicherungspflichtige und barrierefreie Arbeitsplätze werden dort geschaffen: für Menschen mit und ohne Handicap.

Vorträge, Kurse und Spiele standen auf dem Programm. In der Maler- und Lackiererei gab es die Möglichkeit, sich einen bunten Teller herstellen zu lassen. Tom Schultze (7) und Emely Scheinert (8) aus Hannover nutzten diese Gelegenheit. Und im Bereich Raumausstattung konnten die Gäste mitverfolgen, wie ein altes Kanapee hergerichtet und neu bezogen wurde. "Ich schätze das Alter dieser Couch auf etwa 200 Jahre", erläuterte Werkstattleiter Bernhard Appel. Nach Fertigstellung werde das beeindruckende Werk nach Hamburg zurücktransportiert.

Viele Büros waren für den besonderen Tag kurzerhand in "Spiel-Zimmer" verwandelt worden. Auf Interesse stießen auch verschiedene Kurse, wie ein Schnupperkursus "Gebärden zum Kennenlernen" oder ein Mitmach-Vortrag über die Psychologie des Lächelns. Für Stimmung mit temperamentvoller Musik sorgte die Trommelgruppe "Polica do Samba" aus Flensburg, die ein begeistertes Publikum zurückließ. Und für drei Patenkinder des Theodor-Schäfer-Berufsbildungswerks, die in Indien, auf den Philippinen und in Äthiopien zu Hause sind, wurde geräucherter Fisch verkauft.

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