zur Navigation springen

Keine Einsparung des Rettungshubschraubers : Region Süddänemark: Niebüller Helikopter bleibt

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Der Regionsvorsitzende Carl Holst bestätigt, dass sich 32 von 41 Regionsratsmitgliedern geeinigt haben.

Vejle/Apenrade | Am Mittwochabend einigten sich 32 Regionspolitiker im Regionsrat Süddänemarks vorab auf einen Haushaltsvergleich, und wie das sozialdemokratische Mitglied aus Nordschleswig, Broackers Ex-Bürgermeister Jørn Lehmann Petersen, kurz nach dem Treffen dem Nordschleswiger bestätigte, ist der Rettungshelikopter nicht mehr Teil der Sparvorschläge. Der Helikopter bleibt also auch in Nordschleswig in der Luft.

Das bestätigte kurz darauf auch Regionsvorsitzender Carl Holst dem Nordschleswiger. Er stellt fest, dass im Grenzüberschreitenden alles bleibt wie gehabt: „Wir haben uns darum bemüht, zu sagen, wo wir nicht sparen wollen. Dazu gehört auch die Psychiatrie, der in den kommenden Jahren mehr Geld zugeführt wird. Insgesamt haben wir 119 der vorgeschlagenen 130 Millionen Kronen gespart, und es wird nicht ausbleiben, dass dies Folgen hat.“

Venstre-Mann Carl Holst legt Wert auf die Feststellung, dass es ja die Regierung war, die die Region dazu gezwungen habe, die Aktivitäten im Krankenhauswesen zu drosseln. Den Vergleich tragen fünf  Mitglieder von DF, zwei von SF und zwei von der Einheitsliste nicht mit. „Das heißt aber nicht, dass sie gegen den Helikopter sind, sondern dass sie andere Sachen in dem Vergleich auch berücksichtigt sehen wollten“, so Holst.

Als herauskam, dass der Rettungshelikopter weggespart werden sollte, wurde im Landesteil in den letzten Wochen mobil gemacht. Die deutsche Minderheit/SP als „Vater“ des Helikopters kritisierte die geplante Streichung dieses „Symbols der konkreten grenzüberschreitenden Zusammenarbeit“. Die vier nordschleswigschen Bürgermeister mahnten an, am Akut-Helikopter festzuhalten. 

Für etwas Unmut sorgte, dass Kiels Europaministerin Anke Spoorendonk (SSW) sich in einem Brief an Carl Holst besorgt zeigte über das Vorhaben. Holst meinte, dies sei unpassend und stellte klar, die deutsche Seite solle lieber mehr an Gegenseitigkeit denken in der Zusammenarbeit. Aber nun bleibt der Helikopter und bei der Krebsbehandlung in Flensburg macht man weiter – mit weniger Strahlenbehandlungen als bisher, wie man das schon nach Vorgabe der dänischen Gesundheitsbehörde seit dem Frühjahr getan hat. Im Sparkatalog der Region für 2015 figurierte der Rückzug aus der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit mit Niebüll mit einem Sparpotenzial von 2,1 Millionen Kronen. Das Regionsbudget mit einem Volumen von 23,7 Milliarden Kronen netto wird am 29. September in zweiter Lesung verabschiedet.

zur Startseite

von
erstellt am 18.Sep.2014 | 12:40 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen