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Recycelte Kunst in der Kulturstation Zollhäuser

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

von
erstellt am 19.Dez.2013 | 00:31 Uhr

Mit Gerda-Maria Raschke haben die beiden Leiterinnen der Rodenäser „Kulturstation Zollhäuser“, Elke Nord und Barbara Schmidt-Tychsen, eine Künstlerin gewonnen, die Weggeworfenes vor der Müllhalde bewahrt. Die gebürtige Hamburgerin recycelt alles, was ihr im Alltag begegnet und nicht mehr gebraucht wird: Zollstöcke, Kochlöffel, Kämme, Pinsel, Stroh, selbst Türgriffe und Zahnarztgeräte findet der Betrachter in den Bildern, Collagen und Objekten der 69-jährigen, freiberuflich in der Hansestadt und in Nordfriesland tätigen Malerin wieder. Eine Auswahl wird in den kommenden Wochen in den oberen Räumen der Kulturstation und im Erdgeschoss im Café gezeigt.

Ihre Bildthemen findet Gerda-Maria Raschke vor allem auch an der Küste im Kleiseerkog, ihrem zweiten Wohnsitz neben Hamburg. Die Lust am Verspielten zieht sich durch alle Arbeiten der Künstlerin, die auch mit Ton werkelt und sich mit der Technik des Radierens befasst. Selbst wenn sie nicht den Zeigefinger erhebt, ihre recycelten Objekte machen nachdenklich. „Im 21. Jahrhundert hat der Abfall so gigantische Ausmaße angenommen, dass man sich kaum vorstellen kann, dass ein Künstler beim Anblick unserer Müllhalden – wie Vincent van Gogh 1880 auf einer Amsterdamer Müllkippe – begeistert ausruft: Mein Gott, ist das schön, das ist für einen Künstler doch ein Paradies.“

Die Ausstellung ist bis zum 2. März am Freitag, Sonnabend und Sonntag in der Zeit von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

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