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Reaktionen im Netz auf die geplante Erstaufnahme

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Kaum war die Nachricht über die geplante Erstaufnahmeeinrichtung für rund 2000 Flüchtlinge vom Nordfriesland Tageblatt bei Facebook gepostet, verbreitete sie sich wie ein Lauffeuer. Gestern waren es schon knapp 20  000 Nutzer, die sich die Informationen einholten. Auch über 100 Kommentare zu den Plänen des Innenministeriums finden sich im Netz. Dabei reagierte das Gros der Bürger positiv auf die anstehenden Veränderungen. „Das ist eine ganz wunderbare Sache! Erst vor kurzem haben wir darüber gesprochen, dass dort doch genügend Platz sei“, heißt es beispielsweise. Oder: „Wir sollten nicht vergessen, dass vielen von unseren Eltern und Großeltern auch geholfen wurden“ und „Sie sind nicht ohne Grund aus ihrem Land geflohen. Da ist Krieg! Und in den Lagern in den Nachbarländern gibt es nichts mehr zu essen, deshalb kommen die zu uns. Mit Kindern und Babys, das ist jedoch kein Sonntagsausflug. Gute Sache in Leck , bin gespannt, wie die Logistik gestemmt wird.“

Wiederholt thematisiert wird aber auch die Sorge, dass mit der Ankunft der Flüchtlinge kriminelle Handlungen folgen könnten, wobei auch dort die Mehrheit davon ausgeht, dass ein friedliches Miteinander möglich sei. „Wenn Sie sich vernünftig verhalten, ist ja alles kein Problem. Platz ist genug da“, schreibt ein User. „Meiner Meinung nach kann man so etwas tolerieren, solange sie sich anpassen und nicht kriminell sind“, postet ein Leser.

Doch mehrmals ist auch deutliche Kritik an der Entscheidung des Innenministeriums zu spüren. „Super, dann werden nicht nur in Flensburg und anderen Städten die Gebäude angezündet!“, befürchtet beispielsweise ein Facebook-User. „Ich mache mir jetzt schon Sorgen – nicht vor den Flüchtlingen, sondern vor den Idioten, die sie anziehen, die will ich bei uns gar nicht haben“, bemängelt ein anderer Bürger. Oder: „Total krank. Leute, genießt die letzten ruhigen Tage bevor das Chaos beginnt!“ Und: „Wenn die ersten Versorgungsengpässe aufkommen, dann merkt der letzte Gutmensch, dass das Aquarium voll ist. Man kann halt nicht unendlich viele Fische reintun, denn es wird irgendwann Futterneid aufkommen. Doch soweit denken die meisten hier nicht.“

Auch die Angst vor Terroranschlägen ist spürbar. Ein Facebook-Nutzer kommentiert: „Menschen helfen, die vor Krieg fliehen? Ehrensache! Aber es kommen auch viele, die für den IS gekämpft haben, und das macht Angst. Das macht richtig Angst.“

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erstellt am 05.Nov.2015 | 10:15 Uhr

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