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Vereinsjubiläum : Rauschende Sportlerparty zum 125.

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

125 Jahre TSV Rotweiß Niebüll: Sportverein feierte am Sonnabend sein Jubiläum mit 350 Gästen im Festzelt auf dem Sportplatz an der Jahnstraße

Spaß, Spannung und Spektakuläres – der TSV Rotweiß Niebüll bot seinen 350 Gästen am Sonnabend im Festzelt auf dem Sportplatz an der Jahnstraße alles für eine gelungene Sportlerparty. Der Sportverein wollte sich bei seinem Jubiläumsfest zum 125-jährigen Bestehen jung und dynamisch präsentieren – und schaffte dieses mit Bravour. Vor allem der Auftritt der Niebüller Weltmeister „Move it up“ heizte die ohnehin schon tolle Stimmung noch weiter an und sorgte für frenetischen Beifall.

Feiern stand ganz oben auf dem Programm von Hans Thiesen und seinem Team. „Heute wollen wir keine großen Reden halten, deshalb verzichten wir auf jegliche Förmlichkeit und Ehrungen“, sagte der TSV-Vorsitzende in seiner kurzen Begrüßungsrede. Das Festkomitee tagte schon seit Anfang 2012, um den Kindertag am Freitag und das Jubiläumsfest zu planen. Viele Stunden investierten Margot Boeder, Astrid Conradi, Wille Carstensen, Holger Heinke, Maik Feddersen, Walter Rief und Hans Thiesen. Sie wollten ihren TSV-Mitgliedern ein würdiges, aber vor allem vergnügliches Fest bereiten. Die Gäste nahmen das dankbar an und feierten bei toller Stimmung noch bis in den frühen Morgen.

Nur kurz ging Hans Thiesen auf die lange und wechselvolle Geschichte seines TSV Rotweiß ein, der im 1889 noch als Männerturnverein Niebüll gegründet worden war. Erst 1945 bekam der Sportverein den Namen TSV Rotweiß Niebüll. „Wir möchten uns als moderner Verein präsentieren, doch für Innovation, frische Ideen und neue Konzepte benötigen wir auch vermehrt die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit. Wie man anhand des 2012 vorgestellten Sportentwicklungsplans feststellen kann, stehen der TSV Rotweiß Niebüll und die Stadt vor großen Aufgaben“, wies Thiesen auf die Herausforderungen hin, die dem TSV bevorstehen. Um das Interesse und die Motivation auch bei Kindern und Jugendlichen zu halten oder neu zu wecken, benötigt der Verein neben Sachkompetenz auch Geld, um als Verein attraktiv zu sein und auch zu bleiben.

„Weiterhin ist der Verein auf ehrenamtliche Helfer, Trainer, Übungsleiter, mithelfende Eltern, Vorstandsmitglieder, Spender und insbesondere auf die Stadt Niebüll angewiesen“, sagte der TSV-Vorsitzende. Um zu erreichen, dass die Politik das umsetzt, was unseren Verein und die Stadt weiterbringt, müssen wir uns als lebendiger, innovativer, mitarbeitender Verein präsentieren“, warb Hans Thiesen darum, sich „weiterhin oder ab sofort für den TSV einzusetzen“. Bürgermeister Wilfried Bockholt gratulierte dem TSV Rotweiß im Namen der Stadt und auch von Bürgervorsteher Uwe Christiansen und des Vorsitzenden des Sportausschusses, Bernd Neumann, zum Jubiläum. „125 Jahre TSV Rotweiß Niebüll – das ist eine stolze Leistung über Jahrzehnte, über Zeiten des Aufbruchs, des Niedergangs, der Neubelebung, des Wirtschaftswunders, des Babybooms, des Aufkommens von Trendsportarten und des demografischen Wandels als Stichwort der Gegenwart. Ich finde, der TSV Rotweiß und die Stadt Niebüll haben in den letzten Jahren gemeinsam viele neue Wege beschritten. Das war und ist nicht immer einfach – aber immer zielführend. Das sage ich nicht, um Kritik zu üben, sondern einfach, um die Gelegenheit zu nutzen, vor einer größeren Gruppe von Vereinsmitgliedern als auf der Jahreshauptversammlung dem aktuellen und den vorherigen Vorständen einmal richtig für ihren Einsatz zu danken“, forderte der Bürgermeister den Applaus der Zuhörer ein. Und den gab es reichlich. Bockholt unterstrich die Leistung, den Verein mit rund 20 Sparten in Zeiten des demografischen und des rasanten gesellschaftlichen Wandels ehrenamtlich zu führen. „Das ist eine Leistung, deren Erfordernis an Kraft, Mut und Zeit kaum jemand ermessen kann, der nicht dabei ist.“

Die TSV-Vorstände hätten aber nie resigniert, sich früh den Anforderungen unserer Zeit gestellt: Kleinkinderschwimmen, Trendsportarten, Skateanlagen bauen. Gesundheits- und Rehabilitationssport, Schwimmhallenbetreiber für die Stadt, Kooperationspartner in einer veränderten Schullandschaft oder ganz neue Anmietung einer kleinen Halle für Seniorenangebote. „Ich wünsche dem TSV Rotweiß Niebüll eine richtig gute Zukunft. Große Projekte stehen an. Ich denke da nur an die Planungen für das Gelände hier in der Jahnstraße. Geld drucken kann auch die Stadt nicht, aber wir werden miteinander gute Lösungen finden“, versprach der Bürgermeister und wünschte allen eine fröhliche „rot-weiße Nacht“.

Dann aber wurde so richtig gefeiert. Die „Sönke Sievers Band“ mit ihrer Niebüller Sängerin Ricarda sorgte für stimmungsvolle Musik und damit für eine ständig gefüllte Tanzfläche. Langeweile kam in den Tanzpausen nicht auf. Die Trachtengrupp „Les Brémailles“ aus Gien zeigte folkloristische Tänze zu handgemachter Musik. Mit viel Applaus wurden sie verabschiedet. Danach wurde es spannend. Die große Tombola versprach tolle Preise, gestiftet von der großzügigen Niebüller Geschäftswelt. Den ganzen Abend über hatte Hans Thiesen schon Werbung dafür gemacht, denn die kompletten Einnahmen fließen in die Kinder- und Jugendarbeit des TSV Rotweiß. Der Hauptpreis, ein E-Bike, blieb in Niebüll. Nicole Andresen gewann mit ihrer Losnummer 007 das tolle Rad.

Dann fieberten die Gäste einem weiteren Höhepunkt des Abends entgegen, denn die Niebüller Weltmeister im Videoclip Dancing „Move it up“ hatten sich angekündigt. Für ihre rasante und faszinierende WM-Show ernteten Sonja Stümer und ihre begeisternden Mädchen frenetischen Applaus vom Publikum. Eine Zugabe war da zwangsläufig. Das war die perfekte Einstimmung auf das Programm der restlichen Nacht – tanzen und feiern bis in den frühen Morgen.





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