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Maßnahmenpaket : Rathausplatz mit Schönheitsfehlern

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Niebüller Stadtpolitiker fordern mehr gewerbliche Nutzung, moderne Verkabelung und ein neues Lichtkonzept für den zentralen Veranstaltungsort

von
erstellt am 12.Apr.2014 | 05:00 Uhr

Den Mittelpunkt einer Stadt bildet in der Regel ein belebtes Zentrum: Hier finden sich Marktplatz, Kirche oder Verwaltung. Genauso ist es in Niebüll. Hier ist es der Rathausplatz, der mit Wochenmärkten, Punschbuden und Karussel in der Adventszeit oder für das Hauptstraßenvergnügen als zentraler, öffentlicher Veranstaltungsort dient. Die Mehrheit der Stadtvertreter sieht für diese Stadtmitte aber noch erheblichen Verbesserungsbedarf. In der Sitzung der Stadtvertretung einigten sich die Fraktionen jetzt auf die Erstellung eines umfassenden Konzeptes, um die Attraktivität und die Sicherheit des Rathausplatzes noch zu steigern.

Nach einhelliger Meinung von SPD, CDU und SSW sind es dabei nicht nur simple Schönheitsfehler, die dem Platz anhaften, es geht demnach auch um echte Sicherheitsprobleme: „Ganz akut müssen wir uns um die Stufen an der Tourist-Information und zum Westersteig kümmern – dort gibt es abends so gut wie kein Licht“, zeigte Hendrik Schwind-Hansen (SPD) Lücken im Beleuchtungskonzept auf. In der Vergangenheit habe die Stadt versucht, die Stufen mit Leuchtfarbe kenntlich zu machen, doch die sei nahezu abgebröckelt. Die Sozialdemokraten beantragten daraufhin die Kosten für eine verbesserte Beleuchtung zu ermitteln. Auch CDU-Stadtvertreterin Bettina Fritzsche wollte sich diesem Vorhaben anschließen – und ging dann noch einen Schritt weiter: „Ein Gesamtpaket zum Rathausplatz – das würde ich mir wünschen.“ Ohne zu zögern signalisierte SPD-Fraktionsvorsitzender Thomas Uerschels hier seine Zustimmung: „Wir sind da ganz auf einer Linie.“

Neben der Erarbeitung eines neuen Beleuchtungskonzepts, soll nun auch das Problem der störenden Verkabelung gelöst und gewerbliche Einschränkungen gelockert werden: „Bei Veranstaltungen werden dicke Kabel verlegt, die für Rollstuhlfahrer schlecht zu überwinden sind und auch optisch nicht in den Rahmen passen“, sagte Hendrik Schwind-Hansen. Versenkbare Versorgungsstellen für Strom, sogenannte Senkelektranten, seien hierfür die beste Lösung.

Bettina Fritzsche erinnerte bei dieser Gelegenheit daran, dass die CDU einen ähnlichen Antrag bereits vor einem Jahr gemeinsam mit dem HGV auf den Weg gebracht habe: „Wir wünschen uns hier generell mehr Nutzung. Das bedeutet auch mehr Konzessionen für die anliegende Gastronomie, damit dort zum Beispiel mehr Tische stehen können.“ Der Antrag sei damals in den Wirtschaftsausschuss verwiesen worden – seit Mai 2013 ohne offizielles Ergebnis.

SPD und CDU wollen nun auf eine schnelle Antwort aus der Verwaltung drängen. Mit Blick auf die Osterfeiertage sagte Bettina Fritzsche: „Ich würde mir eine kurzfristige Umsetzung wünschen. Umso früher, umso besser.“ Auch Hendrik Schwind-Hansen hofft jetzt auf Bewegung: „Natürlich wird das Gesamtpaket seine Zeit brauchen. Aber Maßnahmen wie neue Leuchtkörper ließen sich sehr schnell einbauen.“


 

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