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Nordfriesland Tageblatt

24. November 2017 | 06:59 Uhr

Radweg-Sanierung teurer als geplant

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Finanzen waren ein wichtiger Faktor bei der jüngsten Sitzung der Gemeindevertreter in Aventoft / Haushalt 2016 schließt mit einem Überschuss

shz.de von
erstellt am 27.Jun.2017 | 10:48 Uhr

Einen erfreulichen Jahresabschluss 2016 präsentierte Sven Matthiesen vom Amt Südtondern auf der 14. Sitzung der Aventofter Gemeindevertretung. Der Überschuss betrug gut 69  200 Euro. Durch verschiedene Investitionen von zusammen rund 198  000 Euro verringerten sich die liquiden Mittel der Grenzgemeinde auf gut 249  700 Euro. Die Erträge flossen überwiegend aus der Gewerbesteuer mit 357  400, ein Plus gegenüber der Planung von 104  300 Euro und der Zweitwohnungssteuer mit gut 19  600 Euro (plus 9000 Euro). Bei einer Bilanzsumme von gut 2,2 Millionen Euro erhöhte sich das Eigenkapital der Grenzgemeinde auf über 876  000 Euro. Durch die geleisteten Tilgungszahlungen hat sich der Schuldenstand der gemeindlichen Darlehen zum Jahresende 2016 auf rund 140  200 Euro verringert.

Der Jahresabschluss wurde ebenso einstimmig gebilligt wie die Haushaltsüberschreitungen von rund 244  900 Euro. Hierin enthalten sind eine Beteiligung an der Schleswig-Holsteinischen Netz Verwaltungs GmbH von 103  295 Euro sowie eine Finanzausgleichsrückstellung von 30  000 Euro. Für Baumaßnahmen am alten Schulgebäude, Turnhalle, Parkplatz und Gehweg am Friedhof sowie Neubau des Bauhofes fielen Mehrkosten von rund 50  000 Euro an.

Mit der 67. Änderung des gemeinsamen F-Planes Wiedingharde und der im Parallelverfahren aufzustellenden 5. Änderung des B-Planes Nr. 6 möchte die Gemeinde Aventoft die Voraussetzungen für die Erweiterung des Stellplatzes eines vorhandenen Einzelhandelsbetriebes an der Dorfstraße im Ortsteil Hungerburg schaffen. Da keine Ziele der Raumordnung verletzt werden und aufgrund der positiven Stellungnahme im Rahmen der Beteiligung stimmte die Gemeindevertretung dem Satzungsbeschluss einstimmig zu.

Ebenso der Erstaufstellung des Flächennutzungsplanes der Gemeinde. Dazu hatte die Planerin Karen Hansen zuvor die aufgrund der durchgeführten Beteiligungen der Öffentlichkeit, der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange eingegangenen Stellungnahmen eingehend erläutert. Insbesondere erklärte sie die ausgewiesenen Darstellungen der Flächen und ergänzte, dass in der rund 1.500 Hektar großen Gemeinde Flächen in einer Größenordnung von gut 500 Hektar dem Naturschutz vorbehalten sind.

Die Gemeinde plant schon länger eine Sanierung des Radweges entlang der Landesstraße 6 vom Kreuzungsbereich Aventofter Landstraße/Fischerhäuser bis zur südlichen Gemeindegrenze. Wie der Vorsitzende des Bau- und Wegeausschusses Gert Krause berichtete, sind für die Maßnahme laut einer ersten Kostenschätzung 30  000 Euro im Haushalt eingestellt. Da hier jedoch noch nicht alle notwendigen Arbeiten enthalten sind, wird die Maßnahme teurer als vorgesehen. Der zuständige Landesbetrieb für Straßenbau und Verkehr habe auch langfristig Sanierungsarbeiten an diesem Weg nicht eingeplant, hieß es. Aber: Das Benutzen des Weges sei teilweise schon gefährlich. Aufgrund der guten Haushaltslage entschieden sich die Gemeindevertreter einhellig für einen Ausbau des Radweges.

Weiter berichtete Gert Krause, dass eine neue Küche am Gemeinderaum in der alten Schule eingebaut worden ist und der Bauhof inzwischen in den Neubau eingezogen ist – das alte Gebäude wird im Juli abgerissen. Die Ausbesserungsarbeiten an den Wirtschaftswegen sind laut Krause nicht zufriedenstellend ausgeführt worden, hier muss noch einmal nachgebessert werden.

Zu den in der vergangenen Sitzung angeregten Verkehrsberuhigungen im Brunnenweg wurde in der Einwohnerfragestunde erläutert: Nach einer Verkehrsschau sei festgestellt worden, dass die Umsetzung nur insofern möglich sei, dass im Drift ein neues größeres Tempo-30-Schild aufgestellt wird.

Wie Bürgermeisterin Christine Harksen berichtete, wurde im nichtöffentlichen Teil der vorherigen Sitzung beschlossen, den Parkplatz am Feuerwehrgerätehaus zu erwerben, der Abgabe einer gemeinsamen Stellungnahme der Wiedingharder Gemeinden zum beabsichtigten Landschaftsschutzgebiet zugestimmt und beschlossen, dass den Geschäftsführern des Bürgerwindparks alle mit der Gründung der Gesellschaft entstandenen Kosten erstattet werden. Aufgrund der Tatsache, dass in der Gemeinde kein Vorranggebiet ausgewiesen wird wurde die Gesellschaft zwischenzeitlich aufgelöst.








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