Verkehrsplanung Niebüll : Radfahrer und Fußgänger in Gefahr

Schäden machen den Gehweg im Peter-Schmidts-Weg (L7) zur Gefahr.
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Schäden machen den Gehweg im Peter-Schmidts-Weg (L7) zur Gefahr.

Mitglieder des Ausschusses für Bau und Verkehr denken über Maßnahmen im Peter-Schmidts-Weg nach

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30. Januar 2015, 06:30 Uhr

Wer morgens den Peter-Schmidts-Weg (L7) in Richtung Osterweg befährt, kennt das Problem: Zur „Rushhour“ drängeln sich zwischen neg-Bahnübergang (Niebüll nach Dagebüll) und der Kreuzung vor der Ampelanlage die Verkehrsteilnehmer. Hier wird es richtig eng, und insbesondere für Radfahrer und Fußgänger gefährlich. Ihnen steht im Süden ein Gehweg mit dem Hinweisschild „Fahrräder frei“ zur Verfügung. Und der wird, so haben es Mitglieder des Ausschusses für Bau und Verkehr beobachtet, auch schon mal gerne von Lkw beim Abbiegen und bei der Vorbeifahrt in Richtung Ortsausgang mitgenutzt. Auf der Nordseite, angrenzend an das ehemalige Firmengelände „Fritz Petersen“, ist nicht viel mehr als eine Bordsteinkante und ein schmaler Streifen, der nicht genutzt werden kann, vorhanden. Der Ausschuss sieht Handlungsbedarf. Denn: Verliert beispielsweise ein Radfahrer die Kontrolle und gerät auf die Fahrbahn, ist eine Tragödie vorprogrammiert. Die Lösung liegt in einer Verbreiterung der Straße von derzeit 5,42/5,50 Meter auf 6 Meter (und zwar nach Süden zu den Wohnhäusern hin), sowie des Geh-/Radweges auf 2,50 Meter. Hierfür ist Landerwerb nötig. Mit einer Realisierung des Projektes will mann allerdings warten, bis ohnehin Deckenmaßnahmen durch den Landesbetrieb Verkehr (LBV) für die L7 anstehen.

Einen weiteren Punkt sprach Manfred Steffens, Beauftragter für Menschen mit Behinderungen der Stadt Niebüll, an. Dabei ging es um die Querung des Peter-Schmidts-Weges für alle, die den Bahnseitenweg entlang der neg-Gleise von Deezbüll in Richtung Niebüller Bahnhof und umgekehrt nutzen. Der starke Berufsverkehr macht das Unterfangen zu einem Geduldsspiel. Ein weiters Problem rief Karl-Heinz Schmidt in Erinnerung: „Der Bahnseitenweg ist als Schulweg deklariert“ – die Schüler somit gefährdet. Wie aber könnte eine Lösung aussehen? Planer Arno Behnemann: „Das Problem wird sein, hier etwas Hochwertiges wie eine Ampel oder einen Zebrastreifen – unmittelbar am Bahnübergang und in Nähe zum geplanten Kreisverkehr und somit dem nächsten Zebrastreifen – zu schaffen.“ Auf den Vorschlag einer Markierung jeweils links und rechts der Fahrbahn in Form von unterbrochenen Strichen entgegnete Behnemann: „Das bedeutet keinen Vorrang für Fußgänger.“ Wilfried Bockholt gab zu bedenken: „Die Markierungen suggerieren eine Sicherheit, die es nicht gibt. Autofahrer müssen sich vortasten, können aber auch nicht bis in alle Ewigkeit stehen bleiben.“ Für eine Tempo 30-Zone, wie von Karl-Heinz Schmidt (SPD) vorgeschlagen, sieht er, da es sich bei dem Peter-Schmidts-Weg um eine Landesstraße handelt, kaum Chancen. Alles Weitere soll die nächste Verkehrsschau klären.

Lorenz Jessen (SSW) bemängelte, dass seinen Beobachtungen nach die Lkw vom Lidl-Parkplatz aus das Gelände über der Hochbord in den Peter-Schmidts-Weg nahe dem Bahnübergang verlassen. Das Resultat: Der Gehweg – das ist er, obwohl er laut Planer Arno Behnemann optisch als Rad-/Gehweg-Kombination daherkommt, – weist erhebliche Beschädigungen auf. Sieghard Schmantek (SPD) ergänzte, dass Findlinge, die genau dieses verhindern sollten, beiseite gerollt wurden. Ausschussvorsitzender Karl-Heinz Schmidt schlug vor, die Verwaltung den Sachverhalt klären zu lassen.

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