Quittiert

shz.de von
27. Mai 2013, 03:59 Uhr

Nur etwas mehr als 40 Prozent der wahlberechtigten Südtonderaner machten tatsächlich auch ihre Kreuze. Ein schmerzliches Ergebnis, das sich durchaus mit einem Mangel an polarisierenden Wahlkampfthemen erklären lässt - aber nicht nur. Dass die Demokratie derart auf Desinteresse stieß, ist ein Stück weit hausgemacht. Angefangen bei den Wahlbescheinigungen, die mit dem vielen Kleingedruckten ähnlich ansprechend wie ein Beipackzettel anmuteten. Nicht viel motivierender dürften die langen und damit verwirrenden Wahlzettel einiger Gemeinden sowie die unüberschaubar vielen Namen der Wählergemeinschaften gewesen sein. Aufgabe von Marketingstrategen in der Werbebranche ist es, Bürger gezielt zum Kauf zu motivieren: mit emotionalen Fotos, Reizthemen, griffigen Slogans sowie simplen Informationen. Derartige Strategien hätten auch der Kommunalwahl gut getan - in fünf Jahren besteht erneut die Chance.

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