Puristisch und ganz im Trend

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28. August 2015, 13:39 Uhr

So ganz verwunderlich ist die Aufnahme des Pavillons in die Liste der geschützten Kulturdenkmäler Schleswig-Holstein nicht, denn länger schon sind die Werke der 50er/60er Jahre – geprägt durch Designer wie Arne Jacobsen, Ludwig Mies van der Rohe oder Le Corbusier – en vogue. Der sogenannte Brutalismus der damaligen Zeit verwendete viel Beton. Der Minimalismus bevorzugte klare Formen, und die Moderne ließ die Natur ins Gebäude, indem man Wände auf Stahl und Glas reduzierte. Der Pavillon aus dem Jahr 1962 mit seiner besonderen Anmutung ist damit ein Paradebeispiel für viel Luft und Licht, auch wenn er nicht auf dem Zeichenbrett eines Stararchitekten entstand. Und damit ist er zu Recht schützenswert. Wer hätte das gedacht? Die Gemeindevertreter zumindest nicht. Gut, dass damals nicht entschieden wurde, das Gebäude abzureißen – was ebenfalls zeitweise im Gespräch war. Schließlich ist die „Perle“ zwar garantiert nicht jedermanns Geschmack, aber zumindest für die Denkmalschützer ein echtes Schmuckstück.

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