Drumchapel Mist : Pub-Atmosphäre im Leck-Huus

Von „Whiskey in the Jar“ bis „Lord of the Dance“: Die Musiker von „Drumchapel Mist“ unterhielten ihr Publikum vortrefflich

shz.de von
12. Mai 2015, 05:00 Uhr

„Es war schon immer ein Traum, hier im Leck-Huus aufzutreten“, meinten die Musiker von „Drumchapel Mist“. Den realisierten sie nun mit ihrem Debüt in der alten Scheune. Vorschusslorbeeren waren ihnen vorausgeeilt. Zu Recht, denn sie lieferten ab, was die 120 Zuhörer erwarteten: Traditionellen Irish und Scottish Folk.

Das Konzert in dem alten Geesthardenhof war fast ein Heimspiel für die Musiker: Sängerin Ellen Arps, Ingo Kubelcke und Thomas Stell leben in Leck, Hans Kogel kommt aus Hörup und Fiete Lefarth aus Husby. „Wir sind alles Freunde und haben Spaß an der Musik“, erklärte Hans Kogel. Das nahm man ihnen ab, denn der Funke sprang schnell über. Erst seit 2012 spielen sie in dieser Zusammensetzung unter einem Bandnamen, der gut klingt. Drumchapel war einst ein kleines Dorf nahe Glasgow (heute ein Stadtteil) und Drumchapel Mist ein hausgemachtes Getränk. Gute hausgemachte Musik ist nun das Markenzeichen der Hobbymusiker, der „Stars zum Anfassen“.

Traurige und fröhliche Weisen, Klänge zum Träumen oder Mitsingen, das Repertoire bot viele Facetten. Von Seefahrern und Fischern erzählten die Lieder, von Soldaten und Auswanderern, von Heimweh und Sehnsucht. Das Klagelied einer Witwe sprach die Zuhörer ebenso an wie der fetzige Sound vom „Lord of the Dance“.

„Singt Bitte die Refrains mit. Egal ob ihr die Töne trefft oder nicht“, forderte Hans Kogel auf. In gedruckter Form lagen diese bereit, und das Publikum schmetterte beispielsweise beim Whiskey-Song begeistert mit „ ….mush a ring dumma-du damma-da…“ Eine Pub-Atmosphäre verbreitete sich wie von allein. Nahezu greifbar schien Schottland zu sein, als Hans Kogel und Thomas Stell ihre Great Highland-Bagpipes erklingen ließen. Letzterer entlockte nicht nur dem Dudelsack Töne, sondern sorgte am Mischpult auch dafür, dass die anderen Musiker gut tönten. Mit einer gewissen Leichtigkeit und viel Humor führten die Bandmitglieder durch den Abend und unterhielten aufs Köstlichste. Zu allem gaben sie ihren „Senf“ dazu, was den Zuhörern so manches Mal die Tränen in die Augen trieb. Sie wollten mehr hören und erhielten einen üppigen Nachtisch. Die Lichter gingen erst aus, als Hans Kogel auf dem Dudelsack „Amazing Grace“ spielte und die Fans damit nach Hause schickte.

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