Protest gegen geplanten Stellenabbau

 Foto: Beetz
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08. August 2013, 03:59 Uhr

Tönning | Rund 75 Bedienstete des Wasser- und Schifffahrtsamtes (WSA) Tönning folgten gestern dem Streikaufruf der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi). Hintergrund des Arbeitskampfes sind Tarifverhandlungen sowie die Reform der Wasser- und Schifffahrtsverwaltungen, die das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung forciert. Mit der geplanten Umstrukturierung würde ein drastischer Stellenabbau einhergehen, befürchten die Beschäftigten. "Nach unseren Informationen will Bundesminister Ramsauer bis zu 50 Prozent der Stellen einsparen", sagt WSA-Personalratsvorsitzender Ralf Sünkens, der sich freute, dass sich nicht nur Mitarbeiter aus Tönning am Streik beteiligten, sondern auch von Amrum, aus Büsum, Friedrichstadt und Nordfeld. Für das Eidersperrwerk wurde ein Notdienst eingerichtet - dort waren Beamte im Einsatz. "Wir dürfen weder an Personal noch an Material sparen", forderte Sünkens. Die maroden Schleusen in Brunsbüttel und Kiel-Holtenau seien deutliche Belege. Schon jetzt gäbe es nicht genügend Personal, um die Sicherheit und Langlebigkeit der Bauwerke zu gewährleisten.

"Heute bekommt ihr kein Geld von eurem Arbeitgeber, sondern von uns", schwor Wilfried Lunow, Verdi-Gewerkschaftssekretär des Bezirks Westküste, die Anwesenden auf den Arbeitskampf ein. Er war begeistert von der großen Zahl der Streikenden. "Sogar die Schleuse in Brunsbüttel wird bestreikt", so Lunow, der überzeugt ist, dass sich der Streik auch in der Öffentlichkeit bemerkbar machen wird." Er wird heute fortgesetzt.

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