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Positives Signal für weiteren Bürgerwindpark

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Gemeindevertretersitzung Achtrup gibt grünes Licht zur möglichen Ausweisung neuer Windeignungsflächen / Syrische Familie erlebt „tolle Willkommenskultur“

Zum Auftakt der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung Achtrup wurde über die Unterbringung von Flüchtlingen in der Gemeinde berichtet. Bürgermeister Uwe Matthiesen gab bekannt, das Amt Südtondern habe in Achtrup Wohnraum für die Unterbringung von Flüchtlingen angemietet, von denen die ersten bereits eingezogen seien. Als Patin habe sich Uta Beckert aus Leck (Leiterin der Kindertagesstätte Ladelund) zur Verfügung gestellt. Sie betreue eine achtköpfige, syrische Familie, die spürbar bemüht sei, sich zu integrieren, sich andererseits aber auch viel von ihrem Gastgeberland erhoffe. Hilfe zur Selbsthilfe sei angesagt. Insgesamt habe die Patin nach eigenem Bekunden in Achtrup eine „tolle Willkommenskultur“ erlebt.

Bernd Jacobsen stellte die Planungen für die Errichtung eines weiteren Windparks (Bürgerwindpark „Iversacker“) vor. Aufgrund eines Gerichtsbeschlusses seien die bislang bekanntgegebenen Regionalpläne nicht mehr gültig, die darin ausgewiesenen Windeignungsflächen somit hinfällig. Das Land stelle aber neue Pläne auf und habe im Herbst 2015 bereits durchblicken lassen, wo sie sich Windeignungsflächen vorstellen könne. Eins dieser Gebiete sei die Fläche im Ortsteil Lütjenhorn – im Anschluss an eine bestehende Photovoltaikfläche. Bevor Fremdinvestoren auftauchen, so Jacobsen, sollten lieber Bürger der eignen Gemeinde den Versuch wagen, einen Windpark zu errichten. Das Planungsrisiko sei aber wesentlich höher als bislang, da die Genehmigung gegebenenfalls noch in diesem Jahre erfolgen müsse. Ab 2017 gelte ein neues Ausschreibungsverfahren, bei dem Bürgerwindparks kaum noch eine Erfolgschance hätten. Im Plangebiet, das voraussichtlich Platz für sechs Windstromaggregate biete, müssten zwei Häuser abgerissen werden. Bevor man aber Geld in die Hand nehme, wolle man wissen, wie die Gemeinde zu weiteren Windkraftplanungen stehe. Die Gemeindevertretung stimmte dem angesprochenen Windenergieanbau im Grundsatz zu, stellte aber fest, für die Schaffung des Windparks „Iversacker“ sei es erforderlich, zusätzliche Windeignungsflächen im Flächennutzungsplan auszuweisen. Zunächst gehe es nur darum, der Landesplanung den Wunsch zu signalisieren, die Flächen im Landesentwicklungsplan positiv zu berücksichtigen.

In den Berichten der Ausschussvorsitzenden kam zur Sprache, dass wegen Arbeiten zur Oberflächenentwässerung und Reparaturen erhebliche Kosten auf die Gemeinde zukommen werden.

Während der Einwohnerfragestunde wurde darauf hingewiesen, die Straße Jägerwiese sei für den zurzeit stattfindenden landwirtschaftlichen Verkehr nicht ausgelegt. Es könne nicht angehen, dass die Anlieger zur Finanzierung dadurch entstehender Schäden herangezogen werden. Vielmehr solle man die Banketten befestigen, auch wenn dies teuer sei. Nach Arbeiten der Wärmegenossenschaft im Bereich Süderlücke/Birkenring seien bei den Übergängen Schäden an der Asphaltdecke erkannt worden. Die Wärmegenossenschaft habe eine Gewährleistungspflicht.

Manfred Nickel, Ortswehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Lütjenhorn (Gemeinde Achtrup), wurde für weitere sechs Jahre verpflichtet.


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erstellt am 01.Mär.2016 | 10:26 Uhr

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