Positive Entwicklung setzt sich fort

... die Niebüller und ihre Stadt für viele vorbildliche Projekte und Initiativen.  Foto: wrege (2)
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... die Niebüller und ihre Stadt für viele vorbildliche Projekte und Initiativen. Foto: wrege (2)

Neujahrsempfang der Stadt Niebüll: Ehrung für ehrenamtliches Engagement und viel Lob für städtische Einrichtungen

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14. Januar 2013, 09:08 Uhr

Niebüll | Der traditionelle Neujahrsempfang der Stadt Niebüll erlebte eine Premiere. Erstmals fand die Veranstaltung, die in den Vorjahren im Rathaus unter zwar gemütlicher, jedoch drückender Enge litt, in der Mensa der Regionalschule statt. Bürgervorsteher Uwe Christiansen hieß über 250 Gäste willkommen, unter ihnen die Ehrenbürger Guido Tödt und Friedrich Paulsen, Landrat Dieter Harrsen, Amtsdirektor Otto Wilke und Lecks Bürgervorsteher Andreas Deidert.

Wie bei den Neujahrsempfängen üblich, ehrte die Stadt auch dieses Mal ehrenamtliches Engagement. Diese Ehrung erfuhr die Arbeitsgemeinschaft Begegnungsstätte. Vertretend für diese Einrichtung wurde ihre langjährige Vorsitzende Gunhild Loske mit der Verdienstmedaille der Stadt Niebüll ausgezeichnet. Ihren treuen Helferinnen spendete die Festversammlung einen Sonderapplaus. "Sie hat viel Sonnenschein in das Leben etlicher Menschen gebracht - und damit Wärme in die Stadt", befand Bürgervorsteher Christiansen in seiner Laudatio. Die Tugenden der Geehrten und ihrer Mitstreiterinnen auflistend, erklärte er: "Sie tun etwas für diese Stadt." Gunhild Loske dankte für die Ehrung und erinnerte daran, dass viele Frauen in ihrem Umkreis sich schon lange engagieren, etliche gar über 30 Jahre. "Unsere Begegnungsstätte ist für alle offen - vor allem auch für Neu-Niebüller, die bei uns erste Kontakte knüpfen können." Wer aktiv sein möchte, sei im Kreis der Helferinnen willkommen.

Bürgermeister Wilfried Bockholt verzichtete in seinem Grußwort auf Passagen, die er bereits in seinem "Neujahrgrußwort" aufgelistet hatte. Der rote Faden in seiner Rede beschränkte sich auf einige wenige Schlaglichter, die mal hell, mal unangenehm grell aufleuchten. Als hell und freundlich stellte er den sieben Millionen Euro teuren Um- und Neubau der Regionalschule vor, die ins letzte Drittel ihrer Vollendung geht. Überhaupt sei das Schul- und Bildungszentrum als ein Aushängeschild dafür zu sehen, dass in Niebüll kein Kind in Sachen Bildung auf der Strecke bleibt. Der Schulbau stehe für Bildung - eine Bildung, die nicht nur Wissen bedeute. In diesen Rahmen falle auch, dass Niebüll für das Projekt "Bildungslandschaften zwischen den Meeren 2.0" ausgewählt wurde.

Niebüll wachse weiter. Nicht mehr so stark wie in den Vorjahren. Aber kontinuierlich. Daher sei auch Mietwohnraum vonnöten - und ebenso nötig, mit den Ressourcen an Baugrund sorgsam umzugehen. Der Familienhausbau gehe weiter. Im nächsten Jahr sei ein weiteres Baugebiet am Stadtwald geplant. Ein Fragezeichen setzte Bockholt über die Geburtenziffern, die zuletzt deutlich zurückgegangen sind. Die Einwohnerzahl sei zwar mittlerweile auf 9400 gestiegen, die Kinderzahl jedoch zurückgegangen.

In einer letzten Passage widmete er sich der Bundesstraße 5 und all denen, die - vor allem wirtschaftlich - unter den Folgen schlechter Planung zu leiden haben. "Wir sind am Ball und gehen nach jeder Aktion nicht gleich gestikulierend auf den Marktplatz." Anderswo, wie etwa im Holsteinischen, wäre es undenkbar, eine Bundesstraße zu sperren und den Verkehr kleinen Nebenstraßen zuzuschieben. "Man würde das einfach nicht dulden."

Ein gefundenes Fressen, wenn auch wenig bekömmlich, ist die B 5 auch für Landrat Dieter Harrsen, der den Niebüllern ein flammendes Grußwort widmete und ihnen sowie den betroffenen Nachbarn versprach, dass es in Sachen B 5 über die Folgen der miserablen Planung ein juristisches Nachspiel geben wird. "Wir werden das so nicht durchgehen lassen." Er bezeichnete Niebüll als eine der "Hauptstädte" Nordfrieslands und meinte, der Kreis sei nur so gut, wie es seine Regionen sind. Mit dem Nordfriesischen Innovations-Center, dem Haizmann-Museum und mit dem Schulzentrum sei Niebüll ein vorbildliches Stück Nordfriesland. Die Tafel Südtondern sei bemerkenswert, ebenso der Krankenhausförderverein , das Klinikum verdiene höchste Priorität und das Thema CCS sei noch lange nicht durch. Landrat Harrsen und Bürgermeister Bockholt erinnerten an die am 26. Mai anstehende Kommunalwahl und ermunterten Menschen, die Zeit und Lust haben, sich auf kommunaler Ebene für das Wohl der Gemeinschaft einzubringen, mitzumachen.

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