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Posaunenchor Ladelund belebt das „Kurrendeblasen“

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

von
erstellt am 22.Dez.2015 | 00:32 Uhr

Der wiederbelebte Posaunenchor Ladelund (wir berichteten) knüpfte am Wochenende an die alte Tradition des „Kurrendeblasens“ an. Der Begriff der „Kurrende“ stammt ab von Gruppen mittelalterlicher, armer Scholaren, die früher von Haus zu Haus zogen, um Lieder vorzutragen, in der Hoffnung, dafür mit Ess-, Trink- oder Naschbarem belohnt zu werden.

Dieser Aspekt spielt bei den Chören der Evangelischen Posaunenmission natürlich keine Rolle mehr, denn sie möchten den Zuhörern lediglich eine Freude bereiten, indem sie ihr Publikum durch ihre Darbietungen ein wenig auf das Weihnachtsfest einstimmen. Dennoch freuten sich Ladelunder Bläser, als ihnen am jeweiligen Ende ihrer Ständchen ein wärmender Kaffee oder ein paar leckere Kekse angeboten wurden.

Im Verlaufe ihres rund dreistündigen, von Dr. Ilse Kjer geleiteten Einsatzes steuerten die Ladelunder Blechbläser die zu ihrem Kirchspiel gehörenden Gemeinden Bramstedtlund, Westre und Ladelund an und machten auch einen Abstecher in die Gemeinde Karlum. Überall wurden sie von interessierten Zuhörern erwartet und vom Gemeindeoberhaupt oder einer von diesem beauftragten Person willkommen geheißen: in Bramstedtlund (am Feuerwehrgerätehaus) von Rosemarie Lorenzen, in Westre (Ecke Dorfstraße/Schulsteig) von Peter Max Hansen, in Karlum (Dorfgemeinschaftshaus) von Werner Richardsen und in Ladelund (DRK-Sozialstation) von Pastor Hans-Joachim Stuck.

Als „Tochter Zion“, „O Tannenbaum“ und – neben anderen weihnachtlichen Chorälen – „Ich steh an deiner Krippen hier“ verklungen waren, statteten die Bläser ihrem ältesten, aus gesundheitlichen Gründen aber schon seit Jahren passiven Chormitglied, Pastor i.R. Harald Richter, einen Besuch ab. Gemeinsam brachten sie ihm und seiner Ehefrau Gerlinde ein Ständchen. Die Umsetzung dieser spontanen Idee löste große Freude aus.

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