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Einbruchserie und zerschossene Autos : Polizei in Nordfriesland fasst Diebesbande

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Zwischen Februar und Mai 2016 trieben die vier Männer in Nordfriesland ihr Unwesen. Sie brachen in Ferienhäuser ein und stahlen Autos.

Eiderstedt/Husum | Die Kriminalpolizei in Husum hat mit Unterstützung weiterer Dienststellen eine Diebesbande gefasst, die im vergangenen Jahr in Nordfriesland und auf Eiderstedt aktiv war. Das teilte die Polizei am Mittwoch mit.

Am Mittwochvormittag durchsuchten Beamte vier Wohnungen in Sankt Peter-Ording, Oldenswort und Schleswig. Die auf Antrag der Staatsanwaltschaft Flensburg vom Amtsgericht erlassenen Durchsuchungsbeschlüsse richteten sich gegen vier Personen. Sie stehen im Verdacht, für eine Einbruchserie in Ferienhäuser, überwiegend auf Eiderstedt und in Husum, verantwortlich zu sein.

Ein 22-jähriger Oldensworter wurde erstmals am 27. Mai 2016 vorläufig festgenommen, nachdem er einen Tag zuvor bei einem Einbruch in Witzwort einen Audi Q5 entwendete und diesen danach im Internet zum Kauf angeboten hatte. Während der ersten Ermittlungen konnten ihm bereits damals Einbrüche vom 17. und 23. Mai 2016 in Sankt Peter-Ording, bei dem ein VW Touran und ein BMW entwendet wurden, nachgewiesen werden. Während der Touran auch weiterhin verschwunden bleibt, wurde der BMW zwischenzeitlich in Georgien sichergestellt.

Im Verlauf der weiteren Ermittlungen zeichnete sich für die Ermittler ein immer detaillierteres Bild über den tatsächlichen Umfang der Serie und über weitere Mittäter ab. Der 22-Jährige beging einige der Taten vermutlich gemeinsam mit einem damals 24 Jahre alten Mann aus Sankt Peter-Ording. Bei einzelnen Einbrüchen wurden sie von einem 24-jährigen Schleswiger begleitet.

Neben den Homejacking-Taten, bei denen Autos im Zusammenhang mit Wohnungseinbrüchen entwendet wurden, konnten die Ermittler der Bande unter anderem Einbrüche in fünf Ferienhäuser in Sankt Peter-Ording, fünf Ferienhäuser in Tetenbüll, drei weitere in Schobüll sowie je ein Einbruch in Osterhever und in der Hattstedtermarsch zuordnen. Die Taten ereigneten sich zwischen Februar und Mai 2016.

Zutritt zu den Häusern verschafften sich die Tatverdächtigen durch Aufhebeln oder Einschlagen von Fenstern und Terrassentüren, Öffnen auf Kipp stehender Fenster oder das Aufbrechen von sogenannten Schlüsseltresoren. In diesen außen am Haus angebrachten Tresoren befinden sich die Wohnungsschlüssel, mit welchen Feriengäste mittels Pincode Zutritt zu den Ferienhäusern erhalten.

Die Einbrecher stahlen zumeist Flachbildfernseher und weitere Unterhaltungselektronik, in einzelnen Fällen aber auch Elektrowerkzeuge, Notebooks, Quadrocopter, Küchengeräte und andere Hausratgegenstände. Das Diebesgut verkauften sie gewinnbringend weiter. Bei drei der vier Tatverdächtigen fand die Polizei am Mittwoch Diebesgut, das den Taten zugeordnet werden kann.

Besitzer von mindestens neun Fahrzeugen sind ebenfalls Opfer der Beschuldigten geworden. Zwei der Männer sollen im Februar 2016 im Husumer Stadtgebiet aus reiner Zerstörungswut Fahrzeugscheiben mit einem Luftgewehr kaputt geschossen haben. In diesen Fällen wird wegen Sachbeschädigung und Verstoß gegen das Waffengesetz ermittelt.

Die Tatverdächtigen werden sich vor Gericht für die vorgeworfenen Taten verantworten müssen. Den vier Beschuldigten wird der Vorwurf des schweren Bandendiebstahls gemacht.

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erstellt am 15.Feb.2017 | 14:28 Uhr

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