zur Navigation springen

Rathaus Leck : Polizei erwägt Umzug ins Lecker Rathaus

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Finanzministerium und Gemeinde stimmen den Plänen zu

von
erstellt am 28.Apr.2015 | 10:25 Uhr

Gesucht wird schon seit rund zwei Jahren, denn laut einer Berechnungsgrundlage für Dienststellen sind die Räumlichkeiten der Lecker Polizeistation am Schafmarkt für die Aufgaben der Beamten nur unzureichend geeignet. Bislang schien im Ort keine Alternative vorhanden. Nun aber könnte ein neuer Standort gefunden worden sein, der gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlägt. Die Polizei zeigt Interesse an Räumen des Lecker Rathauses. „Noch ist kein Vertrag geschlossen“, betont zwar Lecks Bürgermeister Rüdiger Skule Langbehn. Dennoch freut er sich über den im Raum stehenden Standortwechsel. „Wir scheinen dafür alles auf den Weg bringen zu können.“ Ab 2019 werden die Lecker Mitarbeiter des Finanzamts Nordfriesland aufgrund einer Standortkonzentration nach Husum in Etappen das Gebäude verlassen (wir berichteten). Leerstand wäre die Folge, das Interesse der Polizei mit ihren 14 Planstellen daher auch für die Gemeinde Leck eine mögliche Lösung.

Wie die Nutzung aussehen könnte, dazu will sich Bürgermeister Langbehn zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht äußern. Etwas konkreter wird hingegen das Finanzministerium, das nicht nur als Betreiber des Amts in die Pläne involviert ist, sondern für das Land Schleswig-Holstein auch das Gebäudemanagement vollzieht. Pressesprecher Eugen Witte bestätigt die Erwägungen. „Prinzipiell ist es richtig, dass die Polizei umziehen wird. Wir sind allerdings noch mit vielen Beteiligten im Gespräch, um dafür alles möglich zu machen.“ Nötig werde ein Umzug, da die jetzigen Räumlichkeiten der Lecker Polizei zu klein seien und die Lage im ersten Stock Probleme bereite. Nur ebenerdig wäre zudem eine Barrierefreiheit beispielsweise für Rollstuhlfahrer oder Senioren mit Rollatoren gewährleistet. Im Detail gehe es bei den Plänen daher um das Erdgeschoss des Rathauses, speziell um die Plätze der Betriebsprüferstelle. „Die Mitarbeiter haben großes Verständnis dafür, dass die Polizei unten besser untergebracht wäre und haben sich deshalb bereit erklärt, die Räumlichkeiten zu wechseln und nach oben in den ersten Stock zu ziehen“, sagt Witte. Nach einer Kosten-Nutzen-Analyse stimme das Ministerium der Idee zu. „Wir sind aber noch in den Verhandlungen“, betont auch der Kieler Pressesprecher. „Das macht gerade das Gebäudemanagement Schleswig-Holstein als ausführendes Organ.“ Die Verträge lägen im Entwurf vor. Man sei in der Feinabstimmung. Seitens des Ministeriums bestehe nun das Ziel, bis Ende des Jahres den Umzug unter Dach und Fach zu bringen.

Der Standortwechsel bezöge sich lediglich auf die Lecker Polizisten, wie Marina Bräuer von der Pressestelle der Flensburger Polizeidirektion hervorhebt. „Nach dem derzeitigen Stand haben wir keine weiteren Pläne, dass es im Rathaus zu einer Zusammenlegung mit noch mehr Polizeistationen kommt.“

Die Botschaft, nach der es im Finanzamt trotz des vorgesehenen Abzugs voraussichtlich noch zu einem Umzug in den ersten Stock kommen werde, bedeute ebensowenig, dass die 2014 getroffene Entscheidungen des Ministeriums jetzt hinfällig sei. Eugen Witte: „Wir halten weiter an diesen Plänen fest. Sobald in Husum alles fertig ist, werden die Finanzamt-Bereiche dort zusammengelegt.“

 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen