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Kontrolle an der Grenze : Polizei bemängelt extreme Raserei

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Zu Schnell: Eine Geschwindigkeitskontrolle der Polizei auf der Betonstraße ergab Höchstgeschwindigkeiten bis 170 Stundenkilometer.

Betonstraße wird zur Rennstrecke



In der vergangenen Woche führte der Fachdienst Husum des Polizei-Autobahn und Bezirksreviers Nord eine Geschwindigkeitskontrolle in Ladelund im Verlauf der L 192/Grenzstraße, besser bekannt als Betonstraße, durch. In viereinhalb Stunden am Nachmittag durchfuhren 513 Fahrzeuge die Messstelle, von denen 55 Fahrzeugführer die erlaubte Grenze überschritten.

Das sei ein normaler Wert, teilte Polizeihauptkommissar Uli Kropp, Leiter der Verkehrsüberwachungsdienststelle der Polizei, mit. Sorgen bereitet den Ordnungshütern das Ausmaß der Verstöße. So wurde der schnellste Raser mit einer Geschwindigkeit von 169 Stundenkilometer nach Abzug der Toleranzwerte gemessen. Ein weiterer Autofahrer fuhr mit 157 Stundenkilometer durch die Messstelle und einige andere mit zum Teil deutlich über 140 Stundenkilometer. Das sind angesichts von häufig querendem landwirtschaftlichem Verkehr und Nutzung des Fahrbahnrandes durch Fußgänger, Radfahrer und Läufer lebensgefährliche Geschwindigkeiten.

„Die enge Fahrbahn, auf der es aufgrund der zum Teil angebrachten Leitplanken keine Ausweichmöglichkeiten gerade für schwächere Verkehrsteilnehmer gibt, lässt schon die erlaubten Geschwindigkeiten im Begegnungsverkehr zu Herausforderungen werden“, erläutert Uli Kropp die Besorgnis der Polizei. Daher appelliert er an die Vernunft gerade der oft ortskundigen Fahrzeugführer und kündigt gleichzeitig weitere Kontrollen an.

Dem „Spitzenreiter“ kommt seine Fahrt teuer zu stehen: Neben 440 Euro Bußgeld kommen 28,50 Euro Verwaltungsgebühr hinzu und 2 Punkte beim Kraftfahrtbundesamt in Flensburg. Nach der neuen Rechnung muss der Raser für zwei Monate auf seinen Führerschein verzichten. Uli Kropp: „Hoffentlich zeigt das Wirkung bei dem Betroffenen, denn zu hohe Geschwindigkeit ist nach wie vor eine der Hauptunfallursachen gerade bei schweren Verkehrsunfällen mit Personenschaden.“

Zeugen zur Verfolgungsfahrt gesucht



Am Sonntag, 11. Mai, kam es gegen 20 Uhr von Leck über Enge-Sande nach Stedesand zu einer Verfolgungsfahrt zwischen der Polizei und einem Verkehrsteilnehmer in einem blauen Pkw Audi (wir berichteten). Dabei missachtete der Verkehrsteilnehmer mehrfach Stoppschilder und das Rotlicht einer Lichtzeichenanlage. Nun wird darum gebeten, dass sich Zeugen und Verkehrsteilnehmer, die durch die Fahrweise des Audi-Fahrers gefährdet wurden, bei der Polizei Leck unter 04662/891260 melden.

 

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erstellt am 14.Mai.2014 | 05:15 Uhr

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