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Leerstand in Leck : Platz für neue Geschäftsideen

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Die Gemeinde Leck hat einige leerstehende Gebäude – die bieten viel Potenzial für Unternehmer und innovative Konzepte.

shz.de von
erstellt am 17.Aug.2017 | 06:00 Uhr

Leck | Es ist nicht auf den ersten Blick ersichtlich, aber im Lecker Ortskern stehen zahlreiche Gebäude und Geschäftsräume leer. Das Deutsche Haus, das Alt Leck, das Dockweiler-Gebäude, die ehemalige Videothek, das Gebäude neben dem Lecker Pavillon, Geschäftsräume über Edeka und einige mehr. „Ich komme ungeprüft vielleicht auf zwölf freie Geschäftsräume“, sagt Bürgermeister Andreas Deidert, „aber wir haben trotzdem das Glück, dass Leck nicht so leer wirkt, wie beispielsweise Bredstedt, wo man deutlich mehr Leerstände sieht.“

Das Angebot an Geschäften in Leck sei bereits sehr gut, findet der Bürgermeister, aber dennoch gebe es noch Optionen, die Leerstände sinnvoll zu füllen. „Als erstes fände ich es natürlich gut, wenn Leck wieder eine Buchhandlung bekäme, vielleicht eine Filiale einer Buchhandlung aus Flensburg oder einer Kette“, sagt Andreas Deidert. Darüber hinaus würde sich der Bürgermeister persönlich eine Cocktailbar wünschen, wie es sie schon einmal in Form der Pianobar gab, sowie ein gutes Mittelklasserestaurant, wie das Bergers. „Das geht aber natürlich nur in Verbindung mit einem Hotel“, ist sich Andreas Deidert bewusst. Sinnvoll wären für ihn Ergänzungen, die nicht den bereits bestehenden Geschäften die Kunden abziehen. Ein weiterer Drogeriemarkt sei aus Sicht des Bürgermeister beispielsweise nur eine Verlagerung der Kaufkraft.

Ute Rusdorf, Inhaberin des Coffee & Spirit und stellvertretende Vorsitzende des Lecker HGV, sieht ebenfalls in der Gastronomie weiteren Bedarf: „Ein richtig gutes italienisches Restaurant im Ort wäre toll und ein Irish Pub fehlt definitiv.“ Ansonsten findet die Geschäftsfrau den Ort sehr bunt . „Viele Geschäfte sind schnell wieder vermietet, das finde ich sehr positiv.“

Aber nicht nur Ladengeschäfte kann sich Bürgermeister Deidert für den Leerstand vorstellen, sondern beispielsweise auch Räumlichkeiten, in dem der Geschichtsverein eine Ausstellung organisieren kann. Meist sei das aber nicht mit den Mietvorstellungen der Inhaber unter einen Hut zu bringen. „Einige Besitzer wohnen nicht in der Region und zum Teil nicht in Norddeutschland und haben Preisvorstellungen, die hier auf dem Land einfach nicht zu erwirtschaften sind“, sagt Andreas Deidert. „Leider lassen sie dann ihre Geschäftsräume lieber unvermietet, als mit der Summe herunter zu gehen.“

Was die Gemeinde an Unterstützung leisten kann, um die Leerstände zu füllen, tut sie bereits, so der Bürgermeister. „Wir haben angeboten, dass wir die leeren gewerblichen Räumlichkeiten auf der Homepage der Gemeinde kostenlos erwähnen. Aber das möchte auch nicht jeder in Anspruch nehmen.“ Letztlich könne die Gemeinde aber auch nicht viel tun, da es sich um private Gebäude handelt. „Aber ich finde nicht, dass Leck dadurch ein Defizit hat, es kommt immer darauf an, wie man die Dinge sieht. Leck hat eigentlich alles, was man braucht.“

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