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Gemeindevertretung : Pläne für Mischgebiet nachgebessert

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Die Gemeinde Enge musste für ein neues Baugebiet Schallgutachten nachliefern, denn Kiel sah die Anforderungen an Wohn- und Arbeitsverhältnisse nicht genügend berücksichtigt.

Die Gemeinde wird die „eEmobile e.G.“ mit einem Zuschuss unterstützen. Das beschlossen die Gemeindevertreter in der jüngsten Sitzung. Ein weiteres Thema war das Mischgebiet an der Bundesstraße 5. Dazu mussten Beschlüsse aufgehoben und neu gefasst werden.

Über die Arbeit der „eEmobile e.G.“, der auch die Gemeinde Enge-Sande angehört, informierte Vorstandsmitglied Peter Steffens aus Westre. Die Genossenschaft verfügt über keine eigenen Einkünfte und ist somit auf Zuwendungen angewiesen. Habe man bislang das Hauptaugenmerk auf den Ausbau von Lade-/Akkuwechselstationen für E-Bikes gelegt, widme man sich inzwischen vorrangig der Erstellung von Stromladestationen für Elektroautos. Von bundesweit 150 neu in Betrieb zu nehmenden Wagen wurden 61 in Nordfriesland stationiert. Auf Vorschlag von Bürgermeister Thomsen fasste die Gemeindevertretung den einstimmigen Beschluss, der „eE4mobile e.G.“ bis auf Widerruf einen jährlichen Zuschuss in Höhe von 400 Euro zu gewähren.

Die 14. Änderung des Flächennutzungsplans der Gemeinde Enge-Sande (Mischgebiet an der Bundesstraße 5), mit der sich das Gremium bereits seit einem Jahr intensiv befasst, und der zugehörige 13. Bebauungsplan standen einmal mehr auf der Tagesordnung. Wie der Planer Heiko Linke ausführte, habe das Innenministerium die beiden Bauleitpläne nicht genehmigt, weil die Anforderungen an gesunde Wohn- und Arbeitsverhältnisse sowie die Sicherheit der Wohn- und Arbeitsbevölkerung bei der Begründung der Planung nicht genügend berücksichtigt worden seien. Dabei geht es zum einen um den von der Bundesstraße 5 ausgehenden Lärmpegel und zum anderen um einen 80 Meter vom Plangebiet entfernten landwirtschaftlichen Betrieb, dessen Schall- und Geruchsemissionen hätten überprüft werden müssen.


Wie der Planer ausführte, seien die beanstandeten Ermittlungs- und Bewertungsdefizite inzwischen anhand eines vom TÜV Nord erstellten schalltechnischen Prognosegutachtens aufgearbeitet worden. Zudem liege eine offizielle Bestätigung vor, dass der landwirtschaftliche Betrieb nicht mehr im Haupterwerb tätig sei. Die Gemeindevertretung hob die beanstandeten Entwurfs- und Auslegungsbeschlüsse auf und brachte sie mit geändertem, dem aktuellen Stand der Dinge angepassten Text einstimmig neu auf den Weg. Die durch das nachgeholte Schallgutachten entstandenen Kosten in Höhe von rund 3000 Euro wird die Gemeinde selbst tragen.

Dem Verein zur Förderung der Jugendarbeit in der Gemeinde Enge-Sande gewährt die Gemeindevertretung einen jährlichen Zuschuss von 500 Euro, damit der Verein den Betreuerinnen eine Aufwandsentschädigung zahlen kann.

Einig wurde man sich auch, einer neuen Bepflanzung des Ehrenmals im Ortsteil Enge sowie dem Ersatz einer Kastanie durch eine Linde auf dem Schulhof zuzustimmen. Beides wird voraussichtlich rund 1200 Euro kosten.

Zu Beginn der Sitzung wurde Gemeindevertreter Heino Petersen nachträglich per Handschlag auf sein Ehrenamt verpflichtet. Als Vorsitzende des Wahlprüfungsausschusses teilte Birte Matthiesen mit, die Überprüfung der Kommunalwahl 2013 habe zu keinerlei Beanstandungen geführt. Der Empfehlung des Ausschusses, die Wahl für gültig zu erklären, kam die Gemeindevertretung einstimmig nach.

In einem Referat informierte die Vorsitzende des Vereins BürgerBus Ladelund, Heike Prechel, darüber, wie es in Ladelund gelungen war, das Projekt – als Ergänzung zum sehr „dünnen“ Linienbusverkehr – anzuschieben.

 

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erstellt am 17.Sep.2013 | 18:00 Uhr

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