Pilotprojekt Zweigstellenpraxis wird gut angenommen

Dr. Thomas Maurer und  Bernd Scharfe (r.) in der Praxis.
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Dr. Thomas Maurer und Bernd Scharfe (r.) in der Praxis.

shz.de von
28. September 2013, 00:35 Uhr

Im April vergangenen Jahres startete Neukirchen angesichts der unzureichenden ärztlichen Versorgung einen Versuch und richtete mithilfe des Lecker Arztes Dr. med. Thomas Maurer eine Zweigpraxis ein. Sie ist mit dem pensionierten Facharzt für Anästhesie Bernd Scharfe besetzt, der in Kürze noch eine Prüfung zum Arzt für Allgemeinmedizin ablegen wird. Zeitlich ist die „Zweigpraxis Maurer“ am Osterdeich auf eine Dauer von fünf Jahren ausgelegt, „bis wir einen Nachwuchs für ihre dauerhafte Besetzung gefunden haben“, erklärte Bürgermeister Peter Ewaldsen. Er und seine Gemeindevertretung ergriffen seinerzeit die Initiative zu diesem Projekt. Ewaldsen berichtete, dass auch ein Landarzt in naher Nachbarschaft aufhören will. Durch guten Kontakt zu Dr. Maurer und mithilfe der Ärztekammer und Kassenärztlichen Vereinigung kam es zu dem Neukirchener Experiment, das sich zu einer Erfolgsgeschichte zu entwickeln beginnt. Praxisarzt Bernd Scharfe bekommt während der Woche Unterstützung aus der Mutterpraxis Leck durch Dr. Thomas Maurer und dessen Kollegin Dr. Heidrun Mumm.

Während der Vakanz der örtlichen Praxis waren Neukirchener Patienten gehalten, nach Niebüll, Klanxbüll und Humptrup zu fahren. Jetzt haben sie die Möglichkeiten, alle hausärztlichen Dienstleitungen in ihrer Gemeinde in Anspruch zu nehmen. „Nachdem die Patientenzahl zunimmt, können auch wir von einem Erfolg unseres Modells reden“, sagte Bürgermeister Ewaldsen, dem auch Gemeindevertreter Peter Martin Petersen beipflichtet. Er ist Rollstuhlfahrer und sieht den Arzt in der örtlichen Zweigpraxis Maurer als Retter in der Not. Nach anfänglich zögerlichem Start sehen Dr. Maurer und Bürgermeister Ewaldsen das Vertrauen der heimischen Patienten in die aus der Not geborene Lösung deutlich zunehmend wachsen.

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