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Jahresbilanz : Persönliche Beratung auf Augenhöhe

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Die VR Bank eG Niebüll sieht sich finanziell und personell auf einem guten Weg. 325 Mitarbeiter betreuen insgesamt 42 026 Kunden

von
erstellt am 20.Jan.2016 | 08:00 Uhr

„Die Niedrigzinslage greift in unser Betriebsergebnis ein, aber 2015 war für uns dennoch ein gutes Jahr.“ Klaus Sievers, Vorstandsvorsitzender der VR Bank Niebüll ist zufrieden und blickte – gemeinsam mit Torsten Jensen, Vorstand der VR Bank Niebüll, während einer Pressekonferenz zurück. So hat das Unternehmen für das vergangene Jahr deutliche Zuwächse in der Bilanzsumme zu verzeichnen. Sie betrug 2015 1,64 Milliarden Euro (2014: 1,476 Milliarden, 2013: 1,248 Milliarden Euro). Klaus Sievers: „Das ist überdurchschnittlich. Wir wachsen mit hohen Qualitätsstandards, guten Prüfungsberichten und guten Ratings.“

Wachstum auch im Kreditgeschäft. 1,846 Milliarden Euro betrug 2015 die Summe der Kreditausleihen (2014: 1,671 Milliarden Euro, 2013: 1,431 Milliarden Euro). Davon entfallen 315 Millionen Euro auf das Konsortialgeschäft. Dabei geht es meistens um die Bereitstellung von Geldern für Windparks, die gemeinsam mit Konsortialpartnern wie der DZ-Bank, den Nachbargenossenschaftsbanken und der Investitionsbank Kiel finanziert werden. Torsten Jensen: „Wir sind Partner des Mittelstandes, weil wir das Geschäft unserer Kunden verstehen. Wir sehen uns selber auch als Mittelstand, sind nicht konzerngesteuert.“ Klaus Sievers ergänzt: „Bemerkenswert sind die 500 Millionen Euro an Neukrediten.“

Die VR Bank Niebüll hat 18  539 Mitglieder, der VR-SizeClub (Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre) zählt 3500 Mitglieder. Persönlicher Kontakt zu den Kunden ist dem Niebüller Unternehmen, einst aus vielen kleinen Volks- und Raiffeisenbanken entstanden, wichtig. Das spiegelt sich zum einen in den Bezirksversammlungen – 18 waren es an der Zahl – wider. Aber auch in der Beratungsphilosophie. „Genossenschaftliche Beratung“ heißt das Produkt, angeboten wird es in jeder der 13 Geschäftsstellen (eine davon liegt auf Langeness) der VR Bank Niebüll. „Eine Exklusiv-Entwicklung“ erklärt Torsten Jensen. „Wir besprechen mit jedem Kunden individuell die Finanzlage. Trotz Digitalisierung setzen wir auf persönliche Beratung am Tisch, partnerschaftlich und auf Augenhöhe.“ Nach dem Gespräch bekomme jeder Kunde eine schriftliche Ausfertigung des Beratungsergebnisses sowie eine graphische Darstellung der finanziellen Gesamtsituation.

Überdurchschnittlich angewachsen sind auch die Kundeneinlagen mit 700 Millionen Euro in 2015 (2014: 588 Millionen, 2013: 593 Millionen Euro). „18 Prozent Zuwachs – das ist historisch, erreicht durch unsere Mitarbeiter und deren gute Beratung“, freut sich Klaus Sievers. „Da steckt auch viel Vertrauen dahinter“, ergänzt Torsten Jensen. „Die Kunden (insgesamt sind es 42  026) wissen, dass ihr Geld bei uns sicher ist.“ Bundesweit würden 80 Prozent des Geldvermögens in verzinsliche Anlagen investiert.

Bei den Erträgen hat die VR Bank Niebüll das Vorjahresniveau wieder erreicht. Der Zinsüberschuss betrug in 2015 31,7 Millionen Euro, der Provisionsüberschuss 12,4 Millionen Euro. Gestiegen sind Löhne und Gehälter (16,3 Millionen Euro), reduziert wurden Verwaltungskosten (7,6 Millionen Euro) und Abschreibungen (2,3 Millionen Euro). Sievers: „Wir haben 2015 keine wesentlichen Neuinvestitionen durchgeführt.“ Gezahlt wurden an Körperschaftssteuer 2,1 Millionen Euro und an Gewerbesteuer 1,8 Millionen Euro. Macht ein Ordentliches Betriebsergebnis nach Steuern von 14,0 Millionen Euro. 2015 wurden 138  107 Euro in Spenden und Sponsoring investiert, aus der Stiftung gab es Zusagen über 41    332 Euro.

„Stolz sind wir auf die Auszeichnung ,Vorbildliches Unternehmen in Schleswig-Holstein 2015‘“, so Klaus Sievers. Im Vorfeld war eine intensive Analyse im Haus durchgeführt worden, die den Fokus auf die Vereinbarung von Familie und Beruft gelegt hatte. 325 Mitarbeiter, davon 118 Teilzeitkräfte, beschäftigt die VR Bank eG Niebüll. Torsten Jensen: „Mehrere Mitarbeiter können sich Arbeitsplätze teilen und sich selbstständig abstimmen.“ Die VR Bank Niebüll hält mit der eigenen Kindertagespflegestätte „Robby“ eine Einrichtung mit zehn Betreuungsplätzen vor, von denen jetzt einige nicht genutzte an die Stadt abgetreten werden. 26 Auszubildende (IT-System– und Bankkaufleute sowie mehrere BA-Studenten) zählt das Unternehmen derzeit. „Wir brauchen sie alle. Uns sind Realschüler genauso lieb wie Abiturienten“, sagt Torsten Sievers. „Wir fordern viel von den Mitarbeitern und haben auch sehr viel zurückgegeben.“

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