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Kunstwerk in Leck : Paten gesucht: Der Phönix soll bleiben

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Die Nordsee-Akademie braucht 2500 Kunstfreunde, die je 50 Euro spenden, damit das 700-Kilo-Kunstwerk in Leck heimisch wird.

Leck | „Durch seine Monumentalität und die Präsenz seiner Kraft wird eine Energie frei, die wächst und seine Wirkung in die Welt hinausträgt“, sagt Bildhauer Oliver Ritter. Dass das keine leeren Worthülsen sind, haben die Betrachter seiner Bronze-Skulptur „Phönix“ erfahren: Der mythische Feuervogel hat die Herzen erobert, die Seelen berührt. Seit Juni steht der große, 700 Kilogramm schwere Koloss im Park der Nordsee-Akademie – und so soll es gern bleiben. Den Kaufpreis kann die Bildungseinrichtung jedoch nicht stemmen. „Wir suchen 2500 Kunstpaten aus ganz Schleswig-Holstein, die sich mit je 50 Euro an der Aktion beteiligen“, ruft Akademieleiterin Dr. Ariane Huml auf.

Ein Zauber liegt auf dem weitläufigen Park der Nordsee-Akademie: „Kunst- und Naturraum begegnen sich und werden zu einem Kraftraum“, hatte Dr. Ariane Huml bei der Vernissage formuliert. „Krafträume“ heißt dann auch die Ausstellung des Bildhauers aus der Nähe des Bodensees. Sie wurde zu einem Besucher-Magneten. Betrachter aus vielen Teilen Deutschlands reisten an, um die Bronzeskulpturen auf sich wirken zu lassen und selbst Kraft zu schöpfen. Besonders der fünf Meter (mit Sockel) hohe „Phönix“ versprüht seine Wirkung und tut so, als würde er schon immer hierher gehören.

„Hier ist ein wunderbarer, besonderer Platz, ein Park, der die Synergie von Natur und Kunst zulässt“, meint Oliver Ritter. Der Künstler weilte erneut in der Nordsee-Akademie, um mit Interessierten ins Gespräch zu kommen. Über die Entstehungsgeschichte beispielsweise: „Ich setze keine Motive um. Ich fange einfach an, arbeite und die Dinge entstehen“. So war es auch beim Phönix . Das Aufwärtsstrebende und Raumgreifende lässt – schon bei der Mini-Ausgabe (29 Zentimeter) – eine Auferstehung erahnen und Verknüpfungen zum mythischen Vogel zu: Die klassische Sage sagt, dass dieser Vogel nach seinem 500-jährigen Leben ein Nest baut, sich hineinsetzt, verbrennt und verjüngt wieder aufersteht.

Jahre später fertigt Oliver Ritter die große Bronze-Skulptur, die seit 2009 in einem Verkehrskreisel in Eschborn steht. „Phönix Nr. 2“ entstand für eine Ausstellung in Zürich – und schmückt nun den Park der Akademie. „Es ist zu schade, den Erwerb Großsponsoren vorzubehalten. Wir möchten, dass sich viele an diesem Projekt beteiligen können“, meint Dr. Ariane Huml und hofft auf ein großes Echo für „Phönix aus der Asche – die Skulptur in unserer Mitte – Kunst für uns alle – hier in Schleswig-Holstein“. Wenn das gelingt, werden die Namen aller Kunstpaten in einem ledernen Buch hinterlegt und alle zur „Feuertaufe“, einem großen Fest in der Nordsee-Akademie, eingeladen.


Infos unter Telefon 04662/87050 oder www.nordsee-akademie.de. Spendenkonto: VR Bank Leck, IBAN DE54 2176 3542 0006 1099 77, Stichwort Phönix.



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