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Nordfriesland Tageblatt

22. Oktober 2017 | 12:43 Uhr

Paten für Neuankömmlinge gesucht

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

„Runder Tisch zur Integration von Flüchtlingen und Asylbewerbern“ will die Eingliederung der neuen Mitbürger vorantreiben

von
erstellt am 18.Mär.2015 | 12:50 Uhr

Die Flut der Menschen, die aus ihrem Heimatland vertrieben werden, nimmt zu. Für die Kommunen bedeutet das, dass sie immer mehr Flüchtlinge und Asylbewerber aufnehmen müssen. Eine schnelle Integration ist dabei wichtig und notwendig. „Wir sind alle gefordert, Verständnis zu zeigen und die ausländischen Mitbürger an die Hand zu nehmen, damit sie im Alltag zurechtkommen“, sagt Monika Hahn-Naninga vom „Runden Tisch zur Integration von Flüchtlingen und Asylbewerbern“. Sie appelliert, Patenschaften zu übernehmen für die heimatlosen Menschen, sie zu betreuen und zu begleiten.

Der „Runde Tisch“ arbeitet seit Dezember unter der Koordination von Monika Hahn-Naninga. Rund 30 Leute aus Politik, Verwaltung, Vereinen und Privatpersonen gehören ihm an. Erste Erfolge zeichnen sich ab: Eine Begrüßungsgruppe wurde eingerichtet, die „Sprachgruppe“ bietet erste ehrenamtliche Kurse an, die dritte Gruppe formiert sich unter dem Stichwort „Alltagsleben“. „Wir möchten, dass Neuankömmlinge wie auch Flüchtlinge, die schon hier leben, Ansprechpartner haben, wenn sie es wünschen“, formuliert Monika Hahn-Naninga. Ob es nun um einen Arztbesuch geht, um Behördengänge oder Schularbeitenhilfe – Paten können helfen, diese Hürden zu nehmen. In Leck leben derzeit 60 Flüchtlinge beispielsweise aus Afghanistan, dem Jemen, Eritrea und Somalia. 15 Paten sind bereits im Einsatz. „Wir vermitteln Patenschaften gezielt, nehmen Kontakt mit den neuen Mitbürgern wie auch mit den Paten auf und führen diese bei Bedarf zusammen“, erklärt die Koordinatorin. Sie hofft auf mehr Bürger, die sich ehrenamtlich engagieren wollen. Alleingelassen werden die Paten vom „Runden Tisch“ nicht: Einmal pro Monat werden Paten und ihre Schützlinge unter dem Motto „Unser Sonntag“ eingeladen, um sich auszutauschen.

Bürgermeister Rüdiger Skule Langbehn wertet die Patenschafts-Aktion als überaus positiv: „Ich bin froh, dass der Gemeinsinn vorhanden ist, sich derer anzunehmen, die aus ihrer Heimat vertrieben wurden und ohne Hab’ und Gut bei uns ankommen“. Monika Hahn-Naninga, sagte er, leiste mit ihren Kollegen herausragende Arbeit, die zu ganz rascher Integration der neuen Mitbürger führt. „Je schneller die Flüchtlinge integriert werden, desto schneller können wir auch auf sie als Multiplikatoren zurückgreifen für diejenigen, die noch kommen werden“, überlegt der Bürgermeister. Nicht nur Leck ist gefordert, Flüchtlinge und Asylbewerber aufzunehmen und zu integrieren. Neben Niebüll wurden die Heimatsuchenden auch auf kleinere Gemeinden wie Süderlügum, Klixbüll und Emmelsbüll-Horsbüll verteilt. Paten werden überall gebraucht.

Wer Interesse hat, kann sich an Monika Hahn-Naninga, Telefon 0173/860 2911, und an Almut Fritsche vom Niebüller „Runden Tisch“, Telefon 05661/9372540, wenden.

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