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Pastorat wurde für 21 Kinder zur Bühne und zum Nachtlager

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

von
erstellt am 03.Aug.2015 | 11:50 Uhr

„Josef und seine Brüder“, so lautete das Thema eines ereignisreichen Wochenendes der Ladelunder Kinderkirche. Der Clou: Die Teilnehmer übernachteten im Pastorat. Ausgerüstet mit Luftmatratzen, Schlafzeug, Waschsachen und Kuscheltieren fanden sich dazu 21 Kinder im Alter zwischen fünf und elf Jahren ein und bezogen im Raum der Pfadfinder ihre Schlafplätze. Begrüßt wurden sie vom sechsköpfigen Betreuungsteam, bestehend aus Antje Glashagen-Stuck, Silke Johannsen, Melanie Paulsen, Peter Ertzinger, Saskia Hansen und dem Hausherrn, Pastor Hans-Joachim Stuck, die sie mit Namensschildern ausrüsteten und mit ihnen im Andachtsraum ein Kennenlernlied einübten.

Im Gemeindesaal wurden sie von zwölf Jugendlichen erwartetet, die ihnen – in drei Abschnitten – ein Theaterstück darboten. Es erzählt das Schicksal des nach biblischem Bericht von seinen eifersüchtigen Brüdern für zwanzig Silberlinge als Sklave verkauften Josef. Dieser wurde als Traumdeuter zum Königshof beordert und stieg aufgrund seiner Vorhersagen und Ratschläge vom Gefängnis-Insassen zum Herrscher in Ägypten auf. Josef nutzte seine Position und half seinen Untertanen, eine Hungersnot zu vermeiden. Obgleich von seinen Brüdern übel behandelt, verzichtete er darauf, sich an ihnen zu rächen.

Der Länge des Spiels wegen wurde dieses durch zwei längere Pausen unterbrochen. Die Kinder nutzen die Zeit, um im Garten eine Kleinigkeit zu essen und zu basteln. So fertigten die Mädchen und Jungen mit Hilfe grafischer Stempel und Stoffmalfarbe Nesselgewänder an, die sie mit grafischen Mustern und Motiven versahen. Aus bunten, dünnen Stoffstreifen flochten sie morgenländisch anmutende Gürtel.

Nach dem dritten Abschnitt des Theaterstücke galt es für alle, in der Küche und im Clubraum das Abendessen vorzubereiten, während sich Oke Ertzinger und Timo Christophersen im Pastoratsgarten als „Grillmeister“ betätigten. Nach der Mahlzeit wurde den Mädchen und Jungen Zeit für freies Spielen eingeräumt. Dabei erwies sich das Turnen auf einer aufblasbaren Weltkugel als besonderer Hit. Nachdem Petra Ungerer mit ihnen im Zelt Lieder und Kanons gesungen und sie mit einem morgenländischen Tanz und orientalischem Gebäck begeistert hatte, bekamen die Kinder noch eine gruselfreie „Gute-Nacht-Gechichte zu hören.

Der Sonntagmorgen begann mit einem gemeinsamen Frühstück im Gemeindesaal, nach dem die Kinder ihre Sachen packten und sich auf den Familiengottesdienst in der St. Petri-Kirche einstimmen ließen. Zu dieser von Pastor Stuck gestalteten Feierstunde, die das Projekt abrundete, fanden sich zahlreiche Eltern, Großeltern und Geschwister der Kinder ein. Diese trugen ihnen die am Vortage erlernten Lieder vor. Auch das von den Jugendlichen erarbeite Theaterstück „Josef und seine Brüder“ mit Oona Paulsen in der Titelrolle wurde vom Publikum mit viel Beifall bedacht.

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