Risum-Lindholm : Pastorat ein Ort der Künste

Einige der Künstler vor der Pappmachégruppe. Foto: Ursula Konitzki
Einige der Künstler vor der Pappmachégruppe. Foto: Ursula Konitzki

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04. November 2008, 09:27 Uhr

Risum-Lindholm | Wer das Risumer Pastorat betritt, wird stutzen. Mitten im Foyer werden die Besucher von einer Schar Kinder begrüßt, die sich bei näherem Betrachten als Pappmachéfiguren entpuppen.

"Puppenmutter" Philine Pawlas hat die Figuren zur Kunstausstellung unter der Überschrift "Erinnerungen" geschaffen. Zu sehen sind ihre und andere Werke noch bis zum 7. November. Die Pastorin hat den Kinderfiguren alte Tauf-Sprüche von 1912 zugeordnet, die heute gänzlich unbekannt sind.

Mit dem Thema "Erinnerungen" befasst haben sich Menschen, die sich in Risum-Lindholm mit bildender Kunst beschäftigen. Thea Andersen, Ute Brodersen, Elisabeth Bunge, Erika Clausen, Bettina Ellerbrock, Sieglinde Hildebrandt, Andreas Ingwersen, Philine Pawlas, Hella Rasmussen, Hanna Stubbe, Sabine Weghorst, Gertrud Wiedemann, Margit Wölfert, Doris Wilms und Günter Adam Sippel verbindet das schöpferische Tun. Es ist inzwischen die fünfte Ausstellung in Folge (das dritte Mal unter einem Thema) von Kunstschaffenden im Ort. Sie ist täglich von 17 bis 19 Uhr geöffnet.
Skulpturen, Fotos, Texte
Die 15 Teilnehmer zeigen eine bunte Mischung aus Bildern, Holzskulpturen, Fotografien, Texten und zauberhaften Figuren aus Blütenblättern. Allein diese zarten, winzigen, elfengleichen Wesen, die von Gertrud Wiedemann gestaltet wurden, sind es wert, betrachtet zu werden. Hanna Stubbe hat in ihren Fotoalben geblättert und Fotografien aus dem Dorf aus längst vergangenen Tagen zu Bilderwänden unter dem Motto "Wandel der Zeiten" zusammengestellt. Elisabeth Bunge-Storm beweist, dass sie nicht nur mit der Aquarelltechnik vertraut ist. Auch die Skulpturen der Goldschmiedin aus Holzabfällen von Tischlereien weisen sie als fantasievollen Menschen aus.

Dem gemeinsamen Werk von Günter Adam Sippel (Fotografien) und Sabine Weghorst (Texte) sollte der Betrachter Zeit widmen. Die Arbeit ist nach dem 11. September entstanden. Sabine Weghorst hat außerdem eine Leseecke eingerichtet, in der sich der Ausstellungsbesucher in Ruhe in die Bücher der Künstlerin vertiefen kann. Ute Brodersen bewahrt die schöne Kunst des filigranen Scherenschnittes vor dem Vergessen. Andreas Ingwersen überrascht mit seiner Kunst des Holzschneidens. Thea Andersen, Doris Wilms, Hella Rasmussen, Bettina Ellerbrock, Erika Clausen und Margit Wölfert stellen unter anderem ihre Bilder in verschiedenen Maltechniken aus. Sieglinde Hildebrandt hat ihre Sammlung von uralten Knöpfen zu einem Kunstwerk zusammengelegt.

Andacht zum Abschluss
Pastor Tim Ströver, der für den 7. November, 19 Uhr, zur Andacht anlässlich des Ausstellungsendes in die Risumer Kirche einlädt, unterstützt die Kunstausstellungen, die "zu einer Institution im Dorf geworden sind."

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