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Nordfriesland Tageblatt

17. August 2017 | 04:39 Uhr

Kanutour : Paddeln unter Noldes Himmel

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Unter dem Motto „Kajak, Kunst, Kultur“ unternahmen 23 norddeutsche Kanuten eine Wanderfahrt in Richtung Nolde-Museum

„Paddeln unter Noldes Himmel“ – unter der Devise bestiegen 23 Kanuten aus Nordfriesland, Flensburg, Lübeck, Hamburg und Wiesbaden in einem dänischen Dorf unweit der Grenze am Sonnabend um 10 Uhr ihre Boote und nahmen Kurs auf das Hülltoft-Tief nahe dem Nolde-Museum in der Gemeinde Neukirchen.

Als der Bug der Boote an der Badestelle des „Tiefs“ Grundberührung hatte, fühlten sich die Freizeitsportler zwar ein wenig gerädert, weil sich Oberarme, Schulter und Pobacken mit einem kräftigen Muskelkater meldeten. Doch mächtig stolz waren die mutigen Wanderer auch, weil 25 windige Kilometer auf den grenznahen Auen hinter ihnen lagen und ihnen einiges an Kraft und Ausdauer abverlangt hatten.

Der Deutsche Kanuverband hatte dieser Wanderfahrt den Stempel „empfehlenswert“ aufgedrückt. Veranstaltet und ausgerichtet hatten sie die Flensburger Wanderfreunde und die Nordfriesen Frauke Rörden-Prank und Frank Steinauer. Das Attribut anspruchsvoll ergab sich durch die Bedingungen unterwegs. Denn: In den Auen, der Grönau und Wiedau, herrschten unterschiedliche Verhältnisse. Wegen der hohen Wasserstände wurde es unter den Brücken eng. Hinzu kamen Schwallstrecken mit starker Strömung, ins Wasser ragende Büsche und Äste, teilweise extrem starker Gegenwind wie zwischen dem Bootshafen Legan und Rutebüller See sowie das steile Ufer bei Verlath, wo die Kanuten die Straße zur Schmale überqueren mussten. Doch von dort aus war es bis zum Ziel nur ein kurzer Weg. Insgesamt dauerte die Tour inklusive zweier Pausen sieben Stunden.

Unter dem Motto „Kajak, Kunst, Kultur“ war die Wanderfahrt von einem bunten Programm umrahmt. Vom Hülltofter Tief aus, wo die Gruppe zeltete, wurde das Neukirchener Deichmuseum besichtigt und war es nicht weit nach Seebüll, wo die Ausstellung des Malers Emil Nolde besucht wurde. Dort versuchten sich die norddeutschen Kanuten als „bildende Künstler“. Unter fachkundiger Anleitung hielten sie ihre Eindrücke vom Museum und dem Noldegarten in Aquarellen fest. Und das auch noch im strömenden Regen.

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