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Nordfriesland Tageblatt

16. Dezember 2017 | 06:38 Uhr

Ostern 2017 : Osterhasen-Alarm in der Innenstadt

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Zahlreiche Besucher zur Festtags-Attraktion in Niebüll: Aktionen rund um die 89 Langohren am Ostersonnabend in Niebüll.

Es war Sonnabend, Ostersonnabend, und wieder mächtig was los in der Stadt. Und „los“ waren auch wieder die Osterhasen – zum mittlerweile 14. Mal. Dem Reglement entsprechend gab es wieder einen Hase mehr als im vergangenen Jahr – nämlich 89.

Gerhard Johannsen, damals HGV-Geschäftsführer sowie „Erfinder“ des Niebüller Hasenspektakels, und seine Mitstreiter einigten sich darauf, dass es 2003 zum 75. Geburtstag des 1929 gegründeten HGV 75 Hasen sein sollten – in den Folgejahren jeweils immer ein Meister Langohr mehr. So ist man folglich anno 2017 bei 75 + 14 = 89 Hasen angekommen. Es können aber auch einige wenige mehr geworden sein, weil sich den Hasen einige kleine Häschen dazugesellt haben.

Was die Originalität des Niebüller Events angeht, hat dieser Ostersonnabend sicherlich ein Alleinstellungsmerkmal. Sei’s drum, falls sich eine andere Stadt melden sollte, die dieses Attribut für sich in Anspruch nimmt.

Doch zurück zum Ostersonnabend anno 2017. Was die äußeren Umstände angeht, kehrten die Niebüller und ihre Gäste ihrem nordfriesischen Wettergott den Rücken. Nur so ist das immense Gedränge zu erklären, das in der Innenstadt herrschte. Der städtische Kommerz war durchweg zufrieden, ähnelte der Betrieb doch dem eines guten Tages in der Vorweihnachtszeit.

Die Stadt hatte ihren großen und kleinen Bürgern und Gästen einiges zu bieten. Vor allem die Kinder stürzten sich in die Spiele wie „Schlag den Hasen“, Eierlaufen, Bobby-Car-Rennen, Eiergolf und (neu) Wurzelwerfen mit wahrer Begeisterung, die meisten vorher geschminkt und allesamt begeistert, gab es doch Golddukaten zu gewinnen.

Die „Großen“ hatten ihren Spaß an den Kindern und an den durch die Menge wuselnden Hasen, die hartgekochte und wasserfest gefärbte Ostereier verteilten – zusammen mit einem Salztütchen. Die Bewohner von örtlichen Einrichtungen und Stationen wie Klinikum, Altenheimen, Mürwiker-Wohnheimen und Wilhelminen Hospiz wurden ebenso wenig vergessen wie Reisende, die auf dem Bahnhof auf den nächsten Zug warteten. Die Hasenschar agierte gewissenhaft, liebevoll und fröhlich, ging auf die Leute zu, verteilte insgesamt 5000 Ostereier – und wünschte „Frohe Ostern!“

Den verbalen Sonderservice besorgte zum mittlerweile sechsten Mal Rundfunkjournalist Andreas Rackow (RSH), zu Hause in Emmelsbüll, heute Hanseat aus Lübeck. Er informierte, moderierte und leitete Ratespiele. Musikalisch unterhielt das Jazz-Quintett „Jazz oder nie“ aus Kappeln. Es führte die Hasenschar auch an zum Finale auf dem Rathausplatz, wo sich die Langohren unter die Leute mischten – darunter Bürger aus der Stadt, dem Umland, aus Rostock und bundesdeutscher Ferne wie die zwei jungen Hasen aus Heidelberg.

Dann war Schluss und Gelegenheit zu sagen, dass es wieder ein gelungener Ostersonnabend war, der in den Jahren zuvor am Nachmittag eine Fortsetzung hatte mit einem Eier-Lotto und einem Osterfeuer. Das aber gibt es nun nicht mehr. Schade eigentlich.

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