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Im Sturm : Orkantief „Xaver“: Zwischen Bangen und Hoffen

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Mit gemischten Gefühlen halten Südtonderns Einsatzkräfte Rückschau auf den ersten Orkantag. Die Zahl der Einsätze hielt sich zwar in Grenzen, doch weitere, heftige Böen und Sturmfluten sind vorhergesagt.

von
erstellt am 05.Dez.2013 | 18:33 Uhr

In den meisten Ortschaften blieben gestern die Straßen gespenstisch leer und die Bürger aufgrund der Vorwarnungen in den Häusern. In Dagebüll dagegen herrschte am Hafen Betrieb. Presseleute aus dem gesamten Bundesgebiet waren angereist, um die Auswirkungen des Orkans „Xavier“ bestmöglich in die Kameras einzufangen. Und geboten wurde dort so einiges: Am Hafen herrschte Land unter, das Wasser reichte bis dicht an die Stöpe heran. Die wiederum wurde geschlossen und mit Sandsäcken gesichert – eine Maßnahme, die das letzte Mal 1999 erfolgte, als der Orkan „Anatol“ großen Schaden in der Region anrichtete.

Der Wind blies an Südtonderns Küste besonders stark. Um 12.30 Uhr löste Landrat Dieter Harrsen den Katastrophen-Voralarm aus, um die Deichgänger, die die Schutzdämme gegen den Blanken Hans zu Fuß kontrollieren, in Marsch zu setzen.

Im Binnenland dagegen konnten die Feuerwehrleute aufatmen. „Es blieb recht ruhig“, bilanzierte Niebülls Gemeindewehrführer Uwe Mussack. Bis 17.30 Uhr verzeichneten die Einsatzkräfte fünf kleinere Einsätze. „Zwei bis drei Dachpfannen hatten sich gelöst, einige Bäume drohten umzukippen“, so der Feuerwehrchef. „Zwischen 19 und 19.30 Uhr erwartet die Leitstelle in Harrislee weitere Orkanböen. Wir werden vorerst bis etwa 21 Uhr die Bereitschaft aufrecht erhalten.“

Bei der Freiwilligen Feuerwehr Leck schoben 36 Männer und Frauen Bereitschaftsdienst. Bis 18 Uhr hielten sich die Einsätze mit drei an der Zahl in Grenzen. Positiv wertete Wehrführer Joachim Pilz, dass ein Privatmann die Feuerwehrmänner mit kräftiger Erbsensuppe verköstigte.

In ganz Nordfriesland wurde der Busverkehr gegen 15 Uhr eingestellt, der Sylt Shuttle folgte. Während die Schulen geschlossen blieben, waren viele Geschäfte anfangs noch auf. Gegen 13 Uhr schickten jedoch die meisten Arbeitgeber in der Stadt und den Gemeinden ihre Mitarbeiter vorsorglich nach Hause.

 

 

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