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Teure Angelegenheit : Orkane schlagen Löcher in die Kasse

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

„Christian“ und „Xaver“ haben Holms Straßen schwer beschädigt. Das Ergebnis: ein finanzielles Loch in Höhe von 12.000 Euro im Gemeindesäckl. Der Haushalt kann durch die unerwarteten Ausgaben nicht ausgeglichen werden. Spielraum für Investitionen gibt es ohnehin nicht.

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erstellt am 29.Dez.2013 | 17:40 Uhr

Die schwierige Haushaltslage in Holm wird sich auch im kommenden Jahr kaum verändern, zumal die beiden Orkane „Christian“ und „Xaver“ die Gemeindestraßen schwer beschädigt und damit zusätzlich ein Loch in das Gemeindesäckel in Höhe von 12 000 Euro gerissen haben. Verwaltungsfachwirt Sven Mathiesen vom Amt Südtondern stellte den Haushaltsplan 2014 vor. Demnach betragen die Einzahlungen aus der laufenden Verwaltungstätigkeit in der 75 Einwohner zählenden Kommune 76 500 Euro, die Auszahlungen 82 000 Euro. Für die Schulen muss Holm 25 000 Euro aufwenden. Der Brandschutz verschlingt anteilig 5000 Euro. Für den Kindergarten werden 3400 Euro benötigt. Die Erhöhung der Schlüsselzuweisungen um 16 400 Euro wird durch die Erhöhung der Kreis- und Amtsumlagen in Höhe von 7400 Euro und die Aufwendungen für die Beseitigung der Sturmschäden an den Straßen aufgezehrt. „Ohne die Stürme hätte der Holmer Haushalt ausgeglichen werden können“, sagte der Verwaltungsfachwirt. So ergibt sich jetzt ein Jahresfehlbetrag in Höhe von 9300 Euro.

Die Steuerhebesätze liegen in Holm bei jeweils 360 Prozent für die Grundsteuern A (land- und forstwirtschaftliche Betriebe) und B (Grundsteuer), sowie bei 380 Prozent für die Gewerbesteuer. Wie Mathiesen erklärte, sind bis auf die Tilgung des Anteils am Löschfahrzeug in Höhe von 700 Euro keine Investitionen im kommenden Jahr vorgesehen. Zu Beginn der Sitzung wurden Sönke Petersen zum 1. stellvertretenden Bürgermeister und Ruth Lassen zur 2. stellvertretenden Bürgermeisterin von Bürgermeister Günter Jürgensen vereidigt.

Ausführlich beraten wurde über die Sturmschäden an den Gemeindestraßen. „Wir können nur ausflicken und die Straßen wieder einigermaßen befahrbar machen“, resignierte der Bürgermeister. Geld für die dringend benötigten neuen Decken sei nicht da. Bei der Wegeschau im Frühjahr soll entschieden werden, wie es weitergeht, denn, warnte auch Carl-Bahne Andresen: „Wenn wir gar nichts machen, geht die Substanz völlig verloren.“




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