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Lichtkunst : Oh Tannenbaum: Auf den zweiten Blick ein leuchtender Phallus

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Manche erkennen im Lichterglanz am Kreisel bei der Autoverladestelle mehr als nur einen geschmückten Tannenbaum

Man muss sich den Hintergrund stockdunkel vorstellen und sämtliche Äste des Nadelbaums wegdenken. Erst dann könnte manch einer in dem Lichterglanz am Kreisel bei der Autoverladestelle mehr sehen als nur einen geschmückten Tannenbaum. Mit (einer ordentlichen Portion) Vorstellungskraft wird auf den zweiten Blick ein Penis daraus – oben mit Eichel, unten inklusive Hoden. So geht es zumindest einer Leserin, die deshalb dem Nordfriesland Tageblatt schrieb.

„Ich finde es ja wirklich wunderbar, dass Niebüll sich die Mühe macht, extra in der Weihnachtszeit einen Tannenbaum auf den Kreisel zu stellen. Toll ist es auch, dass die orangefarbenen Spanngurte aus dem letzten Jahr verbannt wurden“, mailte die Dame. „Aber ist es ein Versehen, dass die Lichterkette so angebracht wurde, dass die Tanne in Dunkelheit und voller Beleuchtung aussieht wie ein Penis?“ Holger Jessen vom Niebüller HGV gibt Entwarnung. Nein, ein Phallus-Symbol sei das Prachtstück nicht. Dass die Beleuchtung des Baums etwas Figürliches habe, liege vermutlich eher daran, dass der Weihnachtsbaumbeauftragte mit einer Leiter das Schmücken übernehme und ihm daher allein schon beim Verteilen der Lichter Grenzen gesetzt sind. „Und vielleicht bin ich schon zu alt, ich sehe nur einen Tannenbaum – mehr beim besten Willen nicht“, ergänzt Jessen. „Aber was man sieht, liegt letztendlich im Auge des Betrachters.“

Holger Jessen versprach dennoch, demnächst bei Dunkelheit eine Extrarunde um den Kreisel zu fahren, um den Baum des Anstoßes noch einmal genauer zu begutachten. Denn trotz der Kritik nimmt der HGV-Geschäftsführer die Lesermail ernst – und mit Humor. „Es ist doch schön, dass der Baum derart Beachtung findet.“

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erstellt am 16.Dez.2015 | 00:32 Uhr

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