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Offene Bühne: Finger-Akrobatik und Stimmwunder

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

von
erstellt am 28.Sep.2015 | 15:50 Uhr

Die Offene Bühne hatte wiedermal einen „Kessel Buntes“ bereitet. Die Fans der leichten Muse bekamen Finger-Akrobaten und Stimmwunder zu hören und zu sehen und erklatschten sich so viele Zugaben, dass der Abend wie im Fluge verrann. Die anschließende kurze „Session“ beendete dann diese erste Veranstaltung nach der Sommerpause.

„Prinz Elliot“ mit Detlef Enewaldsen als Frontmann brachten melodischen Rock aus eigener Feder zu Gehör. Die tiefschürfenden deutschen Texte sowie den instrumentalen Klangteppich nahmen die Zuhörer mit großem Genuss auf. Die sympathisch-uneitle Gesamterscheinung der Band erfreute besonders auch die anwesenden Musikerstammtischler, deren Motto ja „Kultur von Unten“ heißt. Mit diesem Leitgedanken waren auch die vielseitigen Musiker von „United Noise“ mit einem Auszug aus ihrem großen Repertoire angereist, um ihre musikalische Visitenkarte bei der Offenen Bühne abzugeben. Sie bewegten die Herzen und Körper des Publikums mit bekannten Ohrwürmern aus Country, Pop und Deutsch-Rock und regten das Publikum zum Mitsingen an. Nötig wäre es eigentlich nicht gewesen angesichts des hervorragenden mehrstimmigen Klangkörpers der sechs-köpfigen Band mit Silke Albrecht als Frontfrau.

Die Neuentdeckung des Abends war der 20-jährige Sänger und Gitarrist Jan-Marten Block aus Leck. Passend zu seiner kraftvollen und ebenso zart klingenden Stimme sang und spielte er Songs von Ed Sheran, welche auf einhellig positive Resonanz beim Publikum stießen. Natürlich wurden daher auch ihm Zugaben entlockt. Der charmante Finn Holland, welcher im Frühjahr einen grandiosen ersten Auftritt im Ratskeller hingelegt hatte, gab mit seiner Ukulele dem Auditorium erneut die Ehre. Diesmal im Duett mit Lena Petersen und mit neu einstudierten Liedern.

Aus Esperstoft war der Fingerakrobat Ernst Vossen mit seiner geheimnisvoll anders gestimmten Gitarre angereist und hatte die Show mit eigenen Klangwerken eröffnet. Die Verblüffung darüber, was zehn flinke Finger mit sechs Saiten alles erschaffen können, war den Zuschauern an den Augen abzulesen. Wussten manche bis dahin nicht, was „Fingerstyle-Guitar“ überhaupt heißt, konnten sie im weiteren Verlauf der Veranstaltung sogleich einen zweiten Künstler hören, der sich in dieser musikalischen Nische wohl fühlt: Debütant Kay Lorenzen aus Niebüll ließ die Zuhörer mit seinen Eigenkompositionen ein Stück weit an seinem klangvollen Innenleben teilhaben.

Weiter geht „Kultur von Unten“ am 24. Oktober im Niebüller Ratskeller, unter anderem mit Björn Paulsen als Zugpferd. Nächster Musikerstammtisch ist am 6. Oktober ab 19.30 Uhr in der „Kaffeemaus“ am Rathaus.

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