Nur noch elf Mitglieder: Verein zur Suchtvorbeugung aufgelöst

Nach der Vereinsauflösung: Mathias Barthel, Jens-Uwe Kiesbye, Susanne Kunsmann, Andreas Koesling und Norbert Golomb.
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Nach der Vereinsauflösung: Mathias Barthel, Jens-Uwe Kiesbye, Susanne Kunsmann, Andreas Koesling und Norbert Golomb.

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31. Juli 2015, 10:42 Uhr

Der Verein zur Unterstützung der Gesundheitsförderung und Suchtvorbeugung (VUGS), angeschlossen dem Diakonischen Werk, hat sich mit sofortiger Wirkung aufgelöst. Das teilte dessen Vorsitzender Norbert Golomb (Neukirchen) mit. Ebenfalls aufgelöst wurde die Vereinskasse.

Deren Bestand wurde aufgeteilt. Je 250 Euro erhalten das Ev. Kinder- und Jugendbüro und die „Kings-Kids NF“, 1060 Euro das Diakonische Werk Husum, 1100 Euro Jim’s Bar und 1000 Euro die Suchtprävention im Hause, für die seit kurzer Zeit Pia Domagalla tätig ist. Der Restbetrag steht für die Kosten der Vereinsauflösung zur Verfügung.

Als Hauptgrund für das Ende des 1993 gegründeten Vereins nannte Norbert Golomb den Mitgliederbestand, der von einst 45 Mitgliedern auf zuletzt elf zurückgegangen ist. Vereinsmitglieder waren vorwiegend 40- bis 45-Jährige. Was folgt, ist ungewiss. Einig waren sich alle darin, dass die präventive Arbeit fortgeführt werden muss, zumal die Probleme, die angegangen wurden, fortbestehen, wenngleich in veränderten Formen. Hauptproblem geblieben ist der Alkohol, weil leicht zugänglich und gegenüber anderen Drogen preisgünstiger, wie der Husumer Streetworker Jens-Uwe Kiesbye anklingen ließ. Die Schulen (Haupt-, Real- und Förderschulen sowie Gymnasien) hätten das präventive Angebot gut angenommen, berichtete Ex-Vorstand Mathias Barthel. „Wir überlegen, wie diese Aufgabe fortgeführt werden kann“, hieß es, ohne dass konkrete Angaben gemacht werden konnten.

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